Mittwoch, 3. Oktober 2012

Schwerer als gedacht..

.. fällt mir ein normales Essverhalten. Habt ihr das auch manchmal, dass ihr andere Menschen essen seht, ganz gedankenlos und sie darum beneidet? Wie sie sich ein Päckchen Trauben kaufen und eine beim Bezahlen abzupfen und danach nicht mehr brauchen. Oder an einem Eiswagen vorbeigehen, merken, dass sie Lust darauf hätten und sich spontan eine Kugel kaufen. Aber man muss auch akzeptieren, dass man nicht immer diese Situationen hat, auch als gesunder Mensch nicht. Es kommt durchaus vor, dass man mit Freunden unterwegs ist und eben keinen Hunger oder Appetit hat. Oder vor einem Buffet steht und bloß Lust auf ein wenig Salat hat. Gesunde Menschen hören meist darauf und machen sich darum keine Gedanken. Unsereins weiß nicht mehr, was normal ist. Und hört auf den Kopf und nicht auf den Bauch.
Ich möchte lernen, wieder auf meinen Bauch zu hören. Das möchte ich so sehr. Aber es ist einfach unglaublich schwer. Vor allem muss ich einsehen, dass ich für mich und meine Ernährung zuständig bin. Und wenn ich abends allein daheim bin, kann ich mir kochen was ich will. Niemand sieht es. Außer vielleicht meine Mitbewohnerinnen. Wenn ich mir etwas gutes gönnen möchte, dann sollte ich auf meinen Körper hören und es tun. Natürlich, wenn spezielle Anlässe anstehen oder ich mich auf ein Stück Kuchen im Cafe freue, dann muss man auch mal eisern sein. Aber es soll wieder diese Leichtigkeit in die Ernährung. Denn nur durch diese Leichtigkeit schaffe ich es, langfristig abzunehmen.
Gestern habe ich mir einen groben Plan erstellt, an den ich mich zumindest anfangs genau halten werde. Ich möchte in etwa 1300 gesunde Kalorien zu mir nehmen und mal schauen, wie es mir damit ergeht.
Hauptsächlich möchte ich Obst und Gemüse essen und dieses möglichst variantenreich. Dazu Sojaprodukte, zum Anbraten Olivenöl verwenden und hier und da mal ein Brötchen. Kartoffeln, Vollkornnudeln und Naturreis. Senf, Balsamico und Honig. Ich möchte definitiv mehr Honig essen, denn dieser ist gesund und hilft dem Körper, Wunden zu heilen. In letzter Zeit entzünden sich diese bei mir sehr schnell..
Bei fddb habe ich mir bereits grob ein paar Gerichte zusammengestellt. Das schwierigste ist jedoch, sich wirklich an drei Mahlzeiten täglich zu halten und nicht zwischendurch irgendetwas zu essen, sich hinreißen zu lassen, dann ein schlechtes Gewissen zu bekommen und zu fressen. Wenn ich es schaffe, diese dreierregel einzuhalten, brauch ich eigentlich nichtmal mehr Kalorien zu zählen. Das Zählen ermöglicht mir allerdings, mich sicher zu fühlen und konkrete Zahlen zu haben, um mich gutfühlen zu können. Und um mir sicher zu sein, dass dies und jenes im Rahmen ist und ich nicht reduzieren muss. Es lässt mich ruhiger sein und ordnet meinen Kopf.
Heute habe ich bereits 490 Kalorien zu mir genommen. Ich hab also noch knapp 800, mal sehen, wofür. Natürlich ist es auch kein Problem, mal etwas drunter zu sein ;) aber je länger ich durchhalte, desto empfindlicher wird mein Körper und dann bekomme ich wieder Schlafstörungen. Daher auch die hohe Grenze. Mein Körper funktioniert mit weniger einfach nicht. Außerdem habe ich Zeit. Jedes Kilo weniger ist ein unglaublicher Gewinn! Und für ein Kilo weniger muss ich nicht hungern.
Außerdem möchte ich definitiv auf Süßigkeiten verzichten. Ausnahmen wird es geben, aber kontrolliert. Ich möchte meine Kalorien sinnvoll einsetzten und möchte meinem Körper etwas gutes tun. Heute Abend möchte ich mir auch eine Haarkur machen aus Öl und Ei und vielleicht auch was fürs Gesicht.
Auf meinen Bauch muss ich auch achten, denn meine Verdauung ist echt kompliziert geworden. Zuviel Laktose und Fruktose ist nicht gut. Aber bei einer normalen Ernährung sollte es da keine Probleme mehr geben. Ich möchte gerne morgens mittags und abends knapp 400 kcal zu mir nehmen und vielleicht nen Snack für 100. Kalorien werden erstmal gezählt oder überschlagen und wenn ich merke, dass es klappt, werd ich das lockern. Aber in gewisser weise macht mir ao ein Plan Spaß. Ich schaue, was meine Möglichkeiten sind und habe viel mehr Spaß beim Kochen. Denn Kochen bedeutet Einhalten des Plans und in dem Rahmen kann ich bedenkenlos experimentieren.
Aber das Dünnsein und das Erfolgsgefühl, es lockt beides so unglaublich zur Zeit. Ich möchte mich wieder gut fühlen, möchte nicht die ganze Zeit Angst um meine Gesundheit haben und mich schlecht fühlen, weil ich schon wieder aufgegeben und die Kontrolle verloren habe. Ich möchte meine Sachen erledigen und meine Vorgaben einhalten. Soviel dazu :)

Montag, 1. Oktober 2012

I'm in!

Ich bin dabei, voll und ganz. Hinter mir liegt ein Wochenende voller unkontrolliertem essen müssen auf Veranstaltungen. Ich konnte mich einigermaßen zurückhalten, trotzdem war es zuviel. Zugenommen habe ich hundertpro, aber das schaffe ich. Die Motivation ist da, ich möchte dünn sein. Ich möchte weniger sein.
Heute habe ich den dritten bulimiefreien Tag hinter mir. Essen war auch okay und jetzt schaue ich gleich noch ein paar Serien und schlafe, sobald ich müde bin.
Morgen also Tag 4. Diesmal richtig, diesmal kämpfe ich. Denn Es wird mir definitiv zu viel erbrochen, zuviel nicht gekämpft.
Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich heute Abend nicht gut. Innen drin, diese Leere, sie ist so furchtbar. Dabei geht es mir doch gut, vieles läuft so unglaublich gut und trotzdem spüre ich eine Hoffnungslosigkeit, dass ich weinen könnte. Lange hatte ich Streit mit meiner dreisten Mitbewohnerin und nun ist sie endlich ausgezogen. Gestern auf den Tag. Aber sie schuldet mir noch Geld und verdreht nun alles, sodass ich als Lügerin darstehe. Ich bin endlos erleichtert, dass sie weg ist. Dennoch machen diese Anschuldigungen irgendwie zu schaffen. Dass ich für sowas die Verantwortung tragen muss, obwohl ich noch eine andere Mitbwohnerin habe. Diese ist zwar nett und lieb, aber so wahnsinnig auf Distanz..
Morgen habe ich frei und ich werde versuchen, mir einen schönen Tag zu machen. Morgens ausschlafen, vielleicht etwas lesen, Wäsche machen, frühstücken, etwas fernsehen und einkaufen gehen. Katzenfutter bräuchte ich auch. Und abends vielleicht zu meiner Mutter oder schon mittags mit einer Freundin einen Kaffee trinken. Aber auf keinen Fall die Kontrolle über das Essen verlieren! So ein freier Tag verleitet leider oft dazu.
Diese Woche möchte ich außerdem unbedingt wieder mehr Obst und Gemüse essen. Es tut mir gut und hilft mir, weniger von anderen Dingen zu essen. Dann geht es nach Berlin für ein paar Tage und ich denke, dass dort das Essen ebenfalls leichter fallen wird. Wir werden uns sicher selten was kochen und eher immer etwas auf die Hand kaufen. Und wenn, dann wird es generell sehr überschaubar. Wenn ich also diese Woche ohne Fressanfall durchhalte, habe ich einiges gewonnen! Generell habe ich echt Probleme, wenn ich wirklich einen Fressanfall habe. Denn es bereitet meinem Magen und meiner Verdauung echt die Hölle. Bauchweh, Übelkeit bis in den folgenden Tag hinein. Ein regelrechtes Katergefühl habe ich dann, wenn ich es nicht erbreche.. also ich echt Vorsicht geboten!

Donnerstag, 27. September 2012

Tag2 Voller Ernst!

Kennt ihr das, dieses Auf und Ab? Furchtbar ist das.. objektiv betrachtet geht es mir gut. Viele Dinge in meinem Leben laufen, funktionieren und dann kommt ein simpler Konflikt und ich bin am Boden. Manchmal bin ich so unglaublich dünnhäutig und wenn so ein Moment ist, tut es einfach gut, fliehen zu können. Meist fliehe ich zu meinen Eltern und verbringe dort einen Abend, eine Nacht oder gar mehrere Tage. Ich genieße es, dort fernab von allen Problemen und Konfrontationen zu sein und einzutauchen in Gedankenwelten, die in meinem jetzigen Leben keinen Platz mehr haben.
Hier bei meinen Eltern, dort habe ich die Essstörung gelebt. Klar, ich bin immer noch essgestört und das lebe ich teilweise auch in meiner neuen Wohnung arg aus. Aber es ist anders. Ich bin nicht mehr bereit, mein ganzes Leben der Essstörung zu unterwerfen. Sie gehört zweifellos zu mir. Der Wunsch, dünn zu sein, wird ewig präsent sein. Aber je näher ich meinem Ziel komme, desto schwächer wird er. Gute Tage möchte ich haben. Schöne Tage möchte ich haben. Überfressen geht nicht. Übelkeit und 3000 Kalorien, Fressanfälle und mit Kugelbauch leben müssen geht nicht. Die Bulimie ist wieder immer mehr ein Ventil und ein Gedankenkiller. Aber ich kämpfe dagegen an, das habe ich schonmal geschafft.
Jedenfalls hier bei meinen Eltern sind all diese alten Gedanken wieder da. Ich kann sie sehen und wahrnehmen und fast greifen. Diese unsagbar vielen Morgende, die ich um sieben aufstand um eine Stunde Joggen zu gehen. Danach erschöpft zwei Stunden im Bett liegen blieb, nicht schlief, nicht wach war. Einfach erschöpft darauf wartete, dass meine Familie wach wurde und wir frühstückten. Ein Brötchen, endlos viel Obst und Gemüse dazu. Jedes Wochenende dieses Ritual. Jeden freien Tag dieses Ritual. Ich kann mich bloß an wenige Ausnahmen erinnern, die an einer Hand abzählbar sind. Ich habe mich selbst in Ketten gelegt, war kaum spät weg, selbst am Wochenende. Ich aß größtenteils Gemüse und Obst und füllte restliche erlaubte Kalorien mit Süßigkeiten auf, dessen Verzehr ich regelrecht zelebrierte. Selten waren die Tage, an denen ich sorglos aß. Ironischerweise waren viele dieser sorglosen Tage in den Zeiten, in denen ich ganz wenig wog. Ich wollte damals meinen Puffer nutzen und schauen, wieviel ich essen konnte, ohne zuzunehmen. Ich konnte tatsächlich viel essen, ich machte ja viel Sport. Jedoch verlor ich irgendwann die Kontrolle, überschätze mich und begann zu erbrechen.
Die schlimmsten Monate folgten. Ebenfalls hier, bei meinen Eltern. Ich erbrach anfangs im Bad, was jedoch schnell auffällig wurde. Danach in einen Eimer in meinem Zimmer. Dann in Plastiktüten und schließlich in Tuppadosen, welche ich dann in der Toilette leerte. Bis heute hat es noch keine Menschenseele mitbekommen.
Und nun sitzte ich hier. Wiege wieder 50 Kilo, bin wieder dünn. Bin so nah an dem richtig dünn sein. An dem Zustand, in dem ich früher war. Ich bin 21 und habe fast den gleichen Körper. Ich habe nicht mehr so viele Muskeln wie früher, da ich keinen Sport mehr mache. Ich mag meinen Körper ohne Muskeln lieber.
Nun, zurück ins hier und jetzt. Mir geht es jetzt etwas besser, der Konflikt stellt sich nun als regelrecht harmlos heraus. Ich schaffe das. Genauso wie das Abnehmen. Eben, als ich mich so hilflos, verlassen und einsam vorkam, hatte ich kurz den Drang, mich vollzustopfen. Aber dann erinnerte ich mich daran, mit was das alles verbunden wäre. Was es für Konsequenzen hätte. Dass ich nichtmal wirklich Apetitt hätte. Und ich ließ es. Ich möchte es nicht mehr. Ich möchte doch einen gesunden Körper, so gesund es eben geht mit diesem Gewicht. Ausreichend essen, satt sein. Und trotzdem nach und nach ein wenig abnehmen. Das geht, das weiß ich. Ich bin kein Hungermensch. Ich schaffe das.
In den nächsten Tagen und Wochen steht viel an, wodurch ich zwansläufig die Kontrolle über das essen nicht in der Hand haben werde. Ich hoffe, dass es mir helfen wird. Ich mag einfach bloß erstmal wieder normaler essen.. die letzten Tage liefen schon recht gut. So kann es weiter gehen. Wenn ich 15 Tage geschafft habe, schaffe ich die 24 locker. Das ist erstmal mein Ziel. Und erstmal wieder auf 49 zu kommen in dieser Zeit. Nicht mehr, das ist mein Ziel. Ein Kilo. Ohne Druck, ohne Stress. Und danach dann die 48 sehen. Ich bin dünn, jetzt schon. Aber da geht noch was..

Montag, 24. September 2012

Harte Zeiten..

Leider muss ich sagen, dass es bei mir zur Zeit doch eher schlecht als recht läuft. Abnehmtechnisch habe ich nicht zugenommen, aber ich erbreche fast täglich. Irgendwie fand ich die letzten Tage keinen Ausweg und merke doch, dass es dringend Zeit wird. Denn ich möchte Zeit und Kraft und auch Geld besser nutzen als so. Ich möchte raus, möchte leben, Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Meine Aufgaben erledigen. Ich möchte satt sein und mein Essen genießen, gesunde Dinge essen  und meinem Körper etwas gutes tun.
Meine Vorräte sind fast aufgebraucht. Zumindest jene, die ich tagtäglich brauche. Meine Einkaufsliste wird länger und länger..
  • körnigen fettarmen Frischkäse
  • frisches Obst
  • Sojajoghurt
  • Fruit Loops
Wenn ich sonst was für Abendessen brauche, kann ich es immer noch besorgen. Frootloops mag ich kaufen, weil ich die Dinger seit meiner Kidnheit liebe. Und ich mag ja was lockerer werden mit dem Essen. Es kann und muss nicht immer alles durchweg gesund sein. Der Spaß am Essen muss unbedingt wieder kommen. Und ich kauf sie einfach mal, mal sehen, wie und ob ich sie esse. Bananen mag ich auch unbedingt. Kiwis und Äpfel habe ich noch. Jedenfalls viel Obst, denn mein Bauch scheint momentan ein schwarzes Loch zu sein. Er wird einfach nicht voll von normalen Mengen. Erst durch viel Obst und Gemüse merke ich richtig, dass ich satt bin. Aber gut, das ist ja gesund. Allerdings wär es alltagstauglicher, wenn man mit Freunden einfach mal abends nur ein Stück Pizza essen kann und dann schon satt wäre..
Gewicht nach wie vor um die 50 herum. Heute trage ich eine alte Cheap Monday Hose. Was heißt alt, ein Jahr dürfte sie alt sein. Ich habe sie gekauft, als ich kurzzeitig dicker war. Wie anders sie nun sitzt, richtig schön sieht das aus.
Also Kate, entspann dich.. versuche es. Versuche deine Listen und Bereschnungen im Kopf mal beiseite zu schieben und einfach nach Lust und Laune zu leben. Es kann nicht immer alles optimal sein.. allerdings spielt mir meine momentane Faulheit echt negativ rein. Ich genieße es richtig, bis mittags in meinem warmen Bettchen zu bleiben und Serien zu schauen. Mich zwischendrin zu duschen und anzuziehen, ein Frühstück zu essen. Das geht bis 13 uhr, danach sind die interessanten Dinge vorbei und ich bin startklar.
Okay, ich mache mich nun locker. Einiges muss morgen, übermorgen und überübermorgen erledigt werden. Ich schaffe das. Wenn ich Hunger habe, esse ich eine Kleinigkeit. Ich erledige die Dinge, die ich machen mus. Wenn ich so überlege könnte ich mir meinen langen Serienmorgen gönnen bis 13 uhr und danach dann direkt raus. Einkaufen, Freunde treffen, arbeiten, ein Vorstellungsgespräch haben. Aber doch, das schaffe ich. Ich schaffe das, Ende jetzt. Jetzt wird noch etwas entspannt, heute war kein schöner Tag. Scheiß Erbrechen, Scheiß Sog. Kopfmäßig geht es mir nichtmal schlecht. Körperlich eigentlich auch nicht. Aber der Kampfgeist ist nicht da und es wird zur Gewohnheit. Ich muss was machen.

Samstag, 22. September 2012

Tag1 49,9 kg Müdigkeit

In letzter Zeit bin ich so unglaublich müde. Die letzten Monate und Jahre war ich abends gerne aus und kam erst morgens gegen sieben oder acht Uhr wieder heim. Der Alkohol war mein Freund, er ließ mich mich gut fühlen und gab mir Energie. Ließ mich schlafen, obwohl ich dafür viel zu hungrig war.
Nun ist es so, dass mir beim Gedanken, Alkohol zu trinken, beinahe übel wird. Er hilft mir nicht mehr. Tausend mal lieber würde ich für den gleichen Kalorienwert ein Brot essen. Mich satt essen. Und nüchtern sein.
Heute habe ich erst bis 14 Uhr geschlafen, weil ich gestern um 7 im Bett war. Trotzdem war ich bisher so müde, dass ich fast die ganze Zeit bei meiner Katze im Bett lag, Serien geguckt, gefrühstückt und mich geduscht habe.
Die vergangenen Tage habe ich leider sehr viel erbrochen. Ich hatte nichtmal Lust, überhaupt richtig dagegen anzukämpfen. Nun sieht das anders aus, ich möchte das nicht mehr. Ich möchte mich nicht kaputt machen, denn das ist dabei eben echt heftig. Zähne, Speiseröhre, Magen, Darm, Vitaminmängel, Wasserhaushalt.. man bekommt geschwollene Wangen, wodurch man sich kaum aus dem Haus traut.
Mein Gewicht ist wieder ein wenig gesunken. Zwar noch nicht so tief, wie noch vor einem Monat. Da habe ich es auf fast 48 geschafft. Dann durch diverse Fehltritte und unstillbaren Hunger auf knapp 51 und jetzt ists wieder ein Kilo weniger. Leben möchte ich, viel erleben und das Essen genießen. Und nebenbei nach und nach Gewicht verlieren. Es muss nicht schnell gehen, denn einen akzeptablen Körper habe ich bereits. Ich fühle mich eimigermaßen wohl, was natürlich auch tagesformabhängig ist. Aber ich bin nicht mehr dick, fast schon nicht mehr normal. Aber es geht noch was, da ist noch Platz nach unten. Und mit dieser lockeren Sichtweise versuche ich, mich selbst ein wenig zu enspannen. Es muss nicht jeder Tag perfekt sein.
Heute habe ich bisher ein Brötchen mit körnigem Frischkäse, Tomate und Gurke gegessen. Sowie etwas Sojajoghurt mit einer halben Banane. Gleich wird es noch etwas auf einer Feier geben. Um Alkohol mag ich möglichst einen Bogen machen. Vielleicht mal nippen, aber wie gesagt, Trinklust ist ohnehin nicht vorhanden.
Morgen muss ich arbeiten, nicht lange, aber trotzdem muss man sich immer ein wenig hochquälen dazu. Essen werde ich etwas Brot oder ein Brötchen morgens, abends wohl etwas mit Brokkoli und Pilzen. Die müssen nämlich weg. Dazwischen noch irgendwelche Snacks. Wie gesagt, ich mache mir eigentlich kaum Gedanken um Pläne oder Kalorien. Aber ich mache mir Gedanken um meine Einkäufe, denn ich möchte nichts essen müssen, nur, um es nicht wegzuschmeißen. Mal sehen, auf so etwas hätte ich sehr Lust:
Ich melde mich wahrscheinlich morgen nochmal. Mal sehen, was heute Abend noch alles passieren wird. Wie der Titel schon sagt, müde und kuschelig bin ich. Am liebsten würd ich im warmen Bett bei meiner Katze bleiben.. Machts gut ihr Lieben!

Mittwoch, 19. September 2012

Tag5 50,7 Konstant unmotiviert

Der Titel sagt es, zur Zeit fehlt Zeit Kraft Motivation und Mut für eine ordentliche Ernährung. Okay, ordentlich ist meine Ernährung schon. Das meiste, was ich esse, ist wirklich gesund und reichhaltig. Fast ausschließlich deftig, gute Fette, nährstoffreich und auch abwechslungsreich. Fleisch, Fisch, Brot, Soja und Tofu, alles mögliche an Obst und Gemüse, Kaffee Kaffee Kaffee, Nudeln, Kartoffeln. In meinem Kühlschrank steht seit Freitag ein selbstgebackener Muffin einer Freundin und dieser Muffin interessiert mich nicht. Ich esse, um satt zu werden. Ich esse, um Nährstoffe aufzunehmen. Schön möchte ich sein, mit schöneren Haaren, die gesund, voll und glänzend sind. Gesunden Nägeln, glatter, reiner Haut. Mit einer normalen Verdauung, keinen Wassereinlagerungen. Und ich möchte durchschlafen können, nicht nachts vor Hunger wachliegen. Denn das kann ich gut, wachliegen und nicht schlafen können. Leider geht das bei mir ziemlich schnell. Einmal weniger als 1200 Kalorien gegessen.. die erste Nacht geht es vielleicht noch gut. Die zweite liege ich wach, habe einen Hunger, als hätte ich 3 Tage nichts gegessen. Was ist los?
Momentan kann mein Körper nichts ab. Andauernd hat er Hunger. Wenn ich abends heim komme, schaffe ich es manchmal nichtmal mehr etwas zu kochen. Dann schneide ich mir schnell eine dicke scheibe Brot ab, Käse, Oliven, Tomaten, Senf und vielleicht ein paar im Toaster geröstete Tofuwürstchen auf den Teller und essen fassen. Essen tut gut. Essen macht Spaß. Aber nur, wenn du es kannst. Viele verlernen es. Verlernen es, zu genießen. Ich hatte es auch verlernt. Ich hatte verlernt, aufzuhören, wenn ich satt bin.
Mittlerweile bekomme ich das ganz gut hin. Der Knackpunkt ist eigentlich bloß das Frühstück. Was esse ich? Wieviel esse ich? Wichtig ist, dass ich nach dem Frühstück ein gutes Gefühl habe. Meinetwegen darf es ne Stunde später nochmal ein Brot geben. Aber das Frühstück selber muss für mein Gewissen verkraftbar sein.
Also, die Sache mit dem aufhören, wenn man satt ist, klappt meistens recht gut. Allerdings hat es zur Folge, dass ich mein Gewicht eher halte, anstatt abzunehmen. Zunehmen tue ich durch Bulimietage. Also Tage, an denen das Frühstück in die Hose geht, es zuviel wird für mein Gewissen, mein Bauch sich schon zu früh zu voll anfühlt und ich aufgebe, noch mehr esse, um es zu erbrechen. Wenn ich Pech habe, geht das dann den ganzen Tag so. Und dann nehme ich zu.
Morgen, am Dienstag, ist der 6te Tag nach meinem letzten B Rückfall. Jeder Rückfall macht meinem Körper sehr zu schaffen. Die Zähne sind am Tag danach sehr empfindlich. Der Wasserhaushalt spielt verrückt. Die Verdauung meist auch. Und manchmal hat man ein richtiges Alkoholkater Gefühl. Ziel ist generell, die B so weit es geht aus meinem Leben zu verbannen. Manchmal lockt sie mit falschen Versprechungen. Aber der Wunsch nach einem normalen Leben und einem besseren Verhältnis zum Essen und zum Genießen ist definitiv größer. Klar, mein Wunschgewicht ist nicht normal. Mein jetziges Gewicht allein ist ungesund. Aber ich esse. Und ich esse nicht nur Obst und Salat.
Heute gab es zum Beispiel:
  • morgens: dicke Scheibe Brot mit Sojajoghurt und öliger Pilzpaste, Tomate, Gurke, 2 Kiwis und einem kleinen Stück Quiche
  • 3 Kaffee mit gut 300 ml Sojamilch, einer kleinen Portion Nudelsalat mit Feta, Tomate, Rucola und Essig Öl
  • Kartoffelsalat mit Brokkoli und Pilzen, ein Ei und Senf
Ist das nicht ein recht normaler Tag? Ich bin satt, meine Verdauung rumort und Hände, Füße, alles ist warm. Mein Körper funktioniert.
Generell hat dieser Blog nicht das Ziel, meinen Gewichtsverlust zu dokumentieren. Denn das Abnehmen ist nicht mehr mein einziger Lebensinhalt und mein einziges Ziel, worum all meine Gedanken kreisen. Der Wunsch, dünn zu sein ist definitiv groß. Aber ich bin dünn. Und jetzt möchte ich leben. Essen mit Freunden. Spontan sein. Meinem Körper etwas gutes tun. Und langsam meinem Zielgewicht näher kommen. Solange ich keine B Rückfälle habe, die Nächte durchschlafe, es meinen Haaren besser, ich keine Fas habe und nicht viel zunehme, ist alles okay. Die nächsten Tage werde ich euch ein bisschen von mir erzählen. Denn meine Geschichte ist lang und enthält viele Episoden. Ich erzähle sie gerne, denn hier ist der einzige Ort, an dem ich das kann. Ich habe viel erlebt, das könnt ihr mir glauben..
Bis bald, hoffentlich liest das überhaupt wer!
so in etwa..

Donnerstag, 19. Juli 2012

Tag11, Gewicht unbekannt, sleepless

Ein ereignisreiches Wochenende mit viel Alkohol, wenig Essen und wenig Schlaf liegt hinter mir. Mittlerweile fällt meine Gewichtsabnahme auf, man spricht mich oft darauf an. Um die 51 Kilo wiege ich nun auf 1 Meter 70. Macht einen BMI von 17.6.
Noch ein Kilogramm und ich unterschreite die 50 Kilo Grenze. Für mich klingt das alles noch so irreal, wo ich doch annähernd ein Jahr lang nun "normal" bis sogar "dicklich" war. Bevor ich letztes Jahr so arg zunahm, wog ich nie mehr als 54 Kilo. Mein Gewicht pendelte immer von 44 bis 50 Kilo rauf und runter. Und dann schlagartig rauf. Gefressen habe ich. Furchtbar war das. Ich nahm zu, wog mich nicht mehr. Irgendwann bekam ich doch die Kurve, mein Gewicht muss um die 65 Kilo, wenn nicht noch mehr, gewesen sein. Ich war dick, zum ersten Mal in meinem Leben. Speckig. Ich riss mich zusammen, aß besser, gesünder und traute mich das erste Mal wieder auf die Waage, als diese 63 Kilo anzeigte. 63! Solch eine Zahl habe ich noch nie gesehen. Weder an mir, noch auf der Waage.
Jetzt pendelte mein Gewicht immer weiter runter. In letzter Zeit scheint es irgendwie schneller zu gehen. Oder vielleicht wird der Erfolg deutlicher, je tiefer die Zahl sinkt? Jedenfalls ist der Unterschied der letzten 3 Kilos enorm. Von "normal" bin ich zu "dünn" geworden. Die Rolle gefällt mir, ich kenne sie ja bereits. Ich kenne auch das "krass dünn" bis "offensichtlich Magersüchtig", wo ich doch bereits nur noch 40 Kilo wog. Diese 40 waren allerdings wirklich erschreckend. 40 Kilo bei meiner Größe lassen kaum mehr als ein Skellett über. 44 sind bereits krass. Aber ich mag das Krasse. Ich mag das Extreme. Und ich weiß, dass es funktioniert. Ich weiß, dass man dünn sein kann und trotzdem am Leben teilnehmen kann. Dass man Essen und trotzdem abnehmen kann. Denn genau das tue ich. Dabei mache ich nichtmal Sport. Am Tag nehme ich wohl im Schnitt 800 bis 1500 Kalorien zu mir. Ich trinke viel Wasser, Tee und zuckerfreie Getränke. Meist versuche ich, möglichst viel Obst und Gemüse zu essen, wodurch ich weniger andere Sachen esse. In letzter Zeit lässt das allerdings stark nach, da ich lieber einen leeren, flachen Bauch habe, als einen vollen Obst oder Gemüsebauch. Ein Stück Brot macht länger satt als ein Apfel und hat die gleichen Kalorien. Natürlich wird beides vollkommen anders verwertet. Aber das Bauchgefühl ist bei dem Brot einfach besser.
In der Regel versuche ich dann zu essen, wenn ich Hunger habe. Bei besonderen Anlässen muss ich allerdings planen und mein Essen vorher zurecht legen. Zumindest gedanklich. Meist neige ich jedoch dazu, eher zu wenig, als zuviel zu essen. Greife doch lieber zu dem kleineren Stück Kuchen, dem kleineren Stück Pizza. Genieße dieses dann langsam und höre beim ersten Anzeichen von Sättigung auf. Dadurch kann ich mir leckere Sachen gönnen, kann einigermaßen normal essen, auch spontan mit Freunden. Auch, wenn es manchmal extrem schwer fällt und ich lieber nichts essen würde. Normal mit Freunden zu essen, erhält die Lebensqualität. Und ich weiß, dass ich ohnehin alleine fressanfälliger bin, als, wenn ich in Gesellschaft bin.
Unter der Woche esse ich also regelmäßig und meist auch ausreichend. Manchmal, wenn es zu wenig Nahrung war, kann ich allerdings vor Hunger nicht schlafen, wie heute. Das erschwert die Sache enorm, denn, es verleitet zu Fressanfällen. Bei Fressanfällen gibt es bei mir eigentlich nur noch eine Variante: Erbrechen. Ich habe schon ewig lange keinen richtigen Fressanfall mehr im Bauch behalten. Allerdings muss ich extrem aufpassen, da ich schnell in die bulimieartigen Fressanfälle komme. Seit ein paar Monaten ist das wieder schlimmer geworden, aber ich kämpfe und erziele erste Erfolge. Die Abstände zwischen den bulimischen Tagen werden größer. Im Schnitt liegen mittlerweile etwa 2 Wochen dazwischen, wodurch ich etwa 2 oder 3 pro Monat habe. Es wird besser. Der letzte Fressanfall ist heute schon wieder 11 Tage her. Jeder weitere Tag bedeutet ein Plus für meinen Körper. Er erholt sich, Zähne werden besser, Hals erholt sich, Nägel und Haare bekommen wieder Nährstoffe, Wassereinlagerungen gehen wieder weg. Er findet zurück zu seiner Balance. Jeder bulimische Tag stört diese Balance gewaltig.
Meine nächsten Ziele sind, die 50 zu unterschreiten und 50 bulimiefreie Tage zu haben. Das wäre ein enormer erfolg und beides wäre mich gleichermaßen wichtig. Mein Gewicht ist bereits jetzt schon sehr gut, mein Körper wird immer schöner und annehmbarer. Es fehlt nicht mehr viel bis zu meinem vorläufigen Ziel von 48 Kilo. Ich kann langsam machen, ich kann auch mal einen Tag etwas mehr essen. Wichtig ist, dass mein Körper sich erholen kann von dem vielen Erbrechen der letzten Monate.