Mittwoch, 14. November 2012

Dünn sein

Nochmal zur Erinnerung: Der nächste Eintrag bekommt ein Passwort. Denn ich mag meinen Namen nennen, mein Gesicht zeigen und sagen, wie ich lebe und was ich tue. Ich mag auch von Dingen schreiben, die mich ausmachen und mich gerade beschäftigen. Und das traue ich mich nur, wenn ich weiß, wer diese Dinge lesen kann.
Aktuell läuft es so wie immer. Allerdings merke ich sehr stark, dass es Winter wird. Es wird dunkler, es wird kälter und somit verändert sich der komplette Lebensrythmus. Wo ich vor nicht allzu langer Zeit noch recht zeitig aufstehen und den Tag genießen wollte, bleibe ich nun lieber länger wach und schlafe dementsprechend länger. Für das Essverhalten ist es irgendwie einfacher. Obwohl ich mir immer mehr blöde Laster angewöhne.. zum Beispiel fange ich an, spätabends oder gar nachts noch haufenweise Obst und Gemüse zu essen. Einfach, weil ich Esslust habe und dann lieber so etwas esse, anstatt die Kontrolle zu verlieren und schwerwiegenderes zu essen. Heißhungertechnisch geht es eigentlich auch. Mehr und mehr stelle ich mir eine Art Liste in meinem Kopf zusammen. Ein Ideal, wie ich gerne essen und leben würde.
Ich habe wirklich Lust, diesen Plan umzusetzen. Allerdings hängt das leider sehr mit meiner Stimmung zusammen. Heute zb hat eigentlich alles gut geklappt. So wie die letzten Tage auch. Jedoch fühle ich mich seit vorgestern wieder so leer.. und heute abend, weiß auch nicht warum, irgendwie habe ich mich regelrecht zu einem Essbrech Anfal getrieben. Ein wenig hat er -leider- geholfen. Dennoch, ich mag nicht mehr erbrechen.
Derzeit koche ich wieder sehr gerne. Ich verwende dazu viel Gemüse, Fisch, Fleisch bzw mehr noch Tofu, Fetakäse, Sojajoghurt, Öl. Morgens gibt es meist ein Brötchen oder Vollkornbrot, dazu Frischkäse und was ich sonst so da habe. Zwischendurch immer wieder diverses Obst oder Gemüse. Und wie gesagt, abends nun immer viel Obst und Gemüse. Ich möchte alles gerne abwechseln und neues ausprobieren. Zb habe ich noch eine Brotbackmischung und ich dachte mir nun, warum sollte ich daraus nicht ein herzhaftes Brot machen? Also, den Teig befüllen mit Käse, Nüssen, Gemüse?
Auch möchte ich meinen Tagesrhythmus wieder hinbekommen. Früher ins Bett, früher aus den Federn. Oder morgens eben noch etwas lesen, bevor ich aufstehe und den Tag beginne. Aber nicht mehr so lange schlafen. Besonders, weil ich nichtmal wirklich lange schlafe. Wenn ich um 6 ins Bett gehe (was aber auch eher eine Ausnahme ist!) und um eins aufwache sind das sieben Stunden. Aber meist wache ich früher auf. Aber allein auch die Tatsache, dass das so unkontrolliert abläuft.. ich schäme mich fast schon dafür.
Momentan suche ich auch wieder einen Job, einen zweiten, um noch eine zusätzliche verpflichtende Aufgabe zu haben. Ich mache auch meinen Führerschein, treffe mich viel mit Freunden, gehe am Wochenende aus.
Also, ich arbeite also nach wie vor an mir. Versuche, möglichst nicht mehr zu erbrechen. Aber ich merke echt, dass mein Körper Hunger hat. Wie lange hatte ich schon nichts refeedmäßiges mehr? Jedesmal, wenn ich zuviel esse, erbreche ich. Keine Ahnung, wieviel mein Körper davon aufnehmen kann. Aber ich schaffe es nie, ein Überessen auszuhalten. Ich muss es immer loswerden. Mein Körper lebt nun also schon ziemlich lange in diesem Modus, in dem ich moderat zu wenig esse. Zwar nicht viel zu wenig, ich hungere nicht. Aber zu wenig, um gesund und sorglos zu sein.
Abnehmen tue ich trotzdem nicht. Und das nervt! Denn, wozu einschränken und erbrechen, Essgelüste haben und verzichten, wenn im Endeffekt nichts bei rum kommt? Und ich mir darüber hinaus auch noch schade?
Ich gebe mir also nun wieder große Mühe und berichte euch. Mein Gewicht sollte nach wie vor so um die 50 pendeln.. weiter gehts!

Donnerstag, 8. November 2012

Fotos von mir - jetzt wirds ein Tagebuch!

Ich habe vor, diesen Wordpress Blog endlich so zu nutzten, wie ich es am liebsten tun würde. Mit Fotos von mir, von meinem Alltag und mit allen Details und Gedanken.
Das Passwort hierzu bekommt ihr auf Anfrage. Ich werd dabei nicht wählerisch sein. Lediglich mag ich die Übersicht behalten und sicher sein, dass diese persönlichen Dinge niemand -wenn auch zufällig- entdecken kann.
Also, fragt ruhig. Auch, wenn ihr bisher noch nicht kommentiert habt.
Würd jedenfalls gerne einmal zeigen, wovon ich euch immer erzähle. Von meinen dünnen und menen dicken Zeiten.
Zu meiner Situation. Nach wie vor sehr bulimisch und nach wie vor mit der Motivation, Lebensfreude zu erhalten und mir mehr zu gönnen. Leider geht es viel zu oft schief.. so wie heute und gestern. Aber ich habe das Gefühl, dass es nun endlich mal Klick gemacht hat. Ich habe keine Lust mehr. Ehrlich nicht. Ich möchte mein Leben endlich so leben, wie ich es gerne habe.. möchte viel unternehmen. Auch mal in Cafes essen, wenn auch, alleine. Draußen sein, unter Menschen. Richtig schön kochen, auch für mich alleine. Es macht Spaß, macht satt und zufrieden und ist ein gewisser "Luxus" für mich selbst. Hierbei gilt es, dass es ausgewogen, experimentell und interessant, ausreichend, sättigend und gesund ist. Egal, ob es bereits spät abends ist oder ich gefühlsmäßig zu viel gegessen habe. Habe ich abends Hunger, nehme ich mir etwas zum Essen. Kohlenhydrate, Eiweiß und dazu Obst oder Gemüse. Denn es macht satt und zufrieden und tut mir gut.

Sonntag, 4. November 2012

Wie ein Geprügelter Hund..

..schleiche ich mich wieder zu meinem Wordpress Blog. Das Erbrechen ist mir zu sehr Alltag geworden. Das Aufgaben, das nicht Aushaltenkönnen des Völlegefühls.. anstatt des Weiterkämpfens, obwohl der Tag verloren scheint.. das ist meine momentane Situation. Ich gebe auf. Ich verfalle zu schnell wieder in das Muster, essen essen essen und dann erbrechen.
Allerdings werden die Lücken größer, die Pausen werden größer. Heute ist der zweite Tag. Davor waren es neun, davor acht gute Tage. Ich schaffe das. Zudem habe ich wohl eine Entzündung im Rachen, wodurch ich ohnehin nicht erbrechen darf. Und auch nicht mag. Aber es scheint, als sei vielleicht ein Nerv oder eine Drüse entzündet. Ich werde also morgen mal ins Krankenhaus bei mir eine Strasse weiter gehen und sehen, ob die mir helfen können. Denn das unangenehme ist, dass es auf das Ohr umzuschlagen scheint und ich ein beständiges Druckgefühl habe und es zieht ab und an. Unangenehm. Und ein Zeichen! Hör auf, hör auf, hör auf!
Und meiner Angst vor dem Zahnarzt werde ich mich dann auch stellen. ABer davor möchte ich noch möglichst viele Bulimiefreie Tage haben. Ich mag nicht, dass sie das gereizte Zahnfleisch sehen. Meinen gereizten Gaumen und eventuell sogar geschwollene Wangen. Aber wenn sie mich auf meine abgenutzen Backenzähne ansprechen, werde ich die Wahrheit sagen. Es sind Ärzte, sie helfen einem. Ich sollte langsam anfangen, diese Sache, die Essstörung zu akzeptieren, um wieder besser leben zu können. Das traurige ist ja, dass ich eigentlich weiß, wie es geht. Ich weiß, wieviel ich essen kann, was ich essen kann. Und ich kann spontan sein und mir auch was gönnen. Normale Portionen, normales Essen mit Kohlenhydrate am Abend, spätes Abendessen. Zucker, Fett. Ein Snack im Gehen. Alles Dinge, die ich vor nicht allzu langer Zeit eben nicht konnte. Allerdings habe ich den Tick, dass es immer alles möglichst gesund sein sollte. Wenn ich schon esse, soll es meinem Körper helfen. Dabei vergesse ich, dass meinem Körper so ziemlich jedes Essen hilft. Denn Essen bedeutet Kalorien und Kalorien bedeuten Energie und Energie hält mich am Leben. Natürlich, Nährstoffe, gute Fette und so, alles wichtig. Aber am wichtigsten ist und bleibt nunmal die Energie, der Kraftstoff.
An meinem Gewicht hat sich nicht groß was getan. Ich tingel zwischen 49 und 50 herum. Fühle mich mal fett, mal dürr, je nach Wasserstand in meinen Körperzellen und Verdauungszustand. Ich esse. Und mir wird immerzu bewusst, wie oft man am Tag eigentlich essen kann und dass das vollkommen normal ist. Und dass man selbst, wenn man oft am Tag isst, zu wenig essen kann.
Jedenfalls halte ich weiterhin an meinem Plan fest und möchte mich entspannen. Möchte essen, aber leider kommt mir dieses kack Völlegefühl und der Drang zur B immer in die Quere. Denn ich finde Erbrechen viel schlimmer, als etwas zu wenig essen. Auch ist die Essensmenge, die ich bis zum Moment zu mir genommen habe, in dem ich entscheide, nun einen Essbrech Anfall zu haben, oftmals nicht mal schlimm. Aber da ich keine Kalorien zähle, habe ich einfach keinen Überblick. Und so orientiere ich mich oft am Tag zuvor oder am Tag, den ich als gut empfand und bin erst dann wirklich beruhigt, wenn ich diesen unterboten habe.
Ich arbeite also gegen mich und mein Vorhaben.
Basta, ich schaffe das.
Ein Lichtblick, ein Hoffnungsschein? Ich werde nächsten Sommer umziehen. Mich davor an anderen Universitäten bewerben und mit einer sehr sehr guten Freundin zusammenziehen. Wir sind wie Schwestern, mehr als das. Wir reden über alles, haben ähnliche Familienhintergründe und den gleichen Geschmack in so ziemlich allem. Wärme, Sicherheit und Geborgenheit fühle ich bei dieser Vorstellung, mit ihr ein zuhause zu haben. Gemeinsam einkaufen und kochen, ruhige Abende zuhause zu verbringen, die Wohnung zu dekorieren. Und trotzdem auch sein eigenes Ding zu machen. Wir haben beide schon Freunde in dieser Stadt und es scheint wirklich alles nur gut zu werden. Zurück lassen wir unsere beider Familien und Freunde, die nicht die Freunde sein wollen, die wir brauchen. Ausgelutschte Bekanntschaften und Beschäftigungen. Es ist Zeit für neues.
Bis dahin möchte ich noch etwas arbeiten, meinen Führerschein machen, mich für die Unis bewerben, etwas reisen und mich freuen.
Ich fühle mich ihr so nah, es ist unglaublich. Gerade bin ich bei ihr, sie schläft bereits. Derzeit hat sie einen neuen Job, in einem Cafe und die Schichten sind lang und anstrengend und definitiv unterbezahlt. Durch wenig Schlaf und dem ewigen Gestresstsein hat sie ein wenig zugenommen und fühlt sich unwohl. Sie hat eine wunderschöne Figur wohlgemerkt (war ich immer neidisch früher..) und ist aber tatsächlich ein wenig breiter geworden. Aber unmerklich. Es wird weggehen, sobald sich ihr Alltag normalisiert hat. Aber seitdem hat sie das Kochen ganz für sich entdeckt und probiert vieles aus, kocht auch viel Gemüse und ich freue mich einfach, das mit ihr zu teilen. Und ihr ein wenig zu helfen und sie zu stützen. Denn das braucht sie jetzt.
Zum Schluss noch meine letzten Tage in Bildern:

Montag, 22. Oktober 2012

Tag3, 49.6

Mal wieder etwas von mir. Nachdem ich letztens 9 Tage ohne Erbrechen geschafft habe, versaute ich es an dem 10ten. Seitdem sind nun wieder 3 Tage vergangen. Mein Gewicht ist auch wieder etwas gesunken und ich bemühe mich, gut zu essen und viel zu unternehmen.
In letzter Zeit frage ich mich vermehrt, wohin meine Reise geht. Ich mein, klar, ich mag abnehmen. Und dieses Ziel werde ich weiterhin verfolgen. Aber wieviel? Es ist nun einmal so, dass es sehr langsam geht. Dass viele Rückschritte gibt. Ich denke, in erster Linie möchte ich mehr auf mich achten. Satt sein, flexibel sein und vor allem nicht mehr erbrechen. Aber es ist verdammt schwer, denn es gibt immer wieder diese Situationen, in denen ich den vollen Bauch nicht aushalte, aufgebe und erbreche. Ich schaffe es oft nicht, von vorneherein darauf zu achten und merke dann, wenn es zu spät ist, dass es zu viel war. Hierbei geht es weniger um die Zahlen der Kalorien, sondern das schlechte Gefühl im Bauch..
Ich nehme also ab, ganz langsam und esse so normal, wie es eben geht.
Dennoch, wohin möchte ich? Mein Körpergefühl wechselt jederzeit. Mal fühle ich mich super, schlank und schön. Mal sehe ich überall nur Fett, was noch weg kann. Manchmal erinnere ich mich an das Bild von früher. Wie ich aussah, als ich noch 44 Kilo wog. Und ich weiß, dass es nicht krank aussah. Das wurde mir auch mehrmals gesagt. Mein Körper ist schmaler gebaut und die Knochen treten nicht so stark hervor, dass es krank aussehen kann. Ich habe selbst mit 44 Kilo noch einen runden Hintern, wenn auch viel kleiner als vorher. Fakt ist jedoch, dass ich jetzt, wo ich um die 50 Kilo wiege, einfach sehr viel besser aussehe, als noch mit 55 oder mehr. Meine Beine sind schöner, der Bauch flacher und die Hüften schmaler. Mein Gesicht ist schmaler, die Arme dünner. Aber schön dünn, nicht sehnig oder knochig. Und ich kriege Komplimente, die besagen, dass sich meine Figur verbessert hat. Meine Einstellung, abzunehmen, kann und will ich erstmal nicht komplett auf Eis legen. Aber sie ist da. Der Wunsch, mal nach gefühlten Hundert Jahren die 48 vor dem Komma zu sehen, ist sehr groß.
Ich esse also weiterhin, gönne mir das, worauf ich Lust habe. Achte, dass ich auch Obst und Gemüse esse, viel Wasser trinke. Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte. Generell, wenn ich für mich koche, eher gesund und gemüselastig. Morgens ein Vollkornbrot mit Gurke oder Tomate und Frischkäse. Oder Sojajoghurt mit Obst, Müsli und Honig. Kuchen oder belegtes und Kaffee und abends eine kleine Portion von dem, worauf ich Lust habe. Normal eben. Aber dennoch, mit der Zeit schwindet auch so das Gewicht..

Sonntag, 7. Oktober 2012

Same procedure

Ich fühl mich so ein wenig wie in dem Film "Ewig grüßt das Murmeltier", wo sich ein und der selbe Tag andauernd wiederholt. Es passiert, ich überesse mich, kann das Völlegefühl nicht aushalten und gebe auf. Fange an, richtig zu fressen und übergebe mich. Diese Prozedur dauert lange und wiederholt sich meist noch einmal, weil der Heißhunger einfach immens wird. Jeder, der körperlichen Heißhunger vermischt mit richtigem Hunger kennt, versteht das.
Jedenfalls geht es so los, dass ich mir vornehme, mehr zu essen. Damit ich satt werde, damit meine Haare wieder schön werden. Und auch einfach, weil ich gerne esse und mich lockern möchte. Aber diese Beziehung zu dem Essen, die ist einfach alles andere als locker. Pläne im Kopf, die sich drehen und wenden und durch jeden spontanen Bissen oder Schluck vollkommen neu sortiert werden müssen.. dazu dieser momentane Schwebezustand zwischen Freunden, Sehnsucht nach einer Beziehung, Berufswünschen und einem argen Fernweh.. ich gebe auf. Zu schnell gebe ich auf, weil ich weiß, dass die Bulimie mir hilft. Sie hilft mir seelisch. Aber meinem Körper hilft sie nicht. Sie hilft, dass ich nicht zunehme oder gar abnehme. Aber ansonsten muss ich echt ne ganze Menge schlucken und an guten Tagen wieder ausmerzen, damit mein Körper nicht komplett abbaut. Tue ich das nicht, so wie letztens, fallen schlagartig strähnenweise Haare aus und bröckeln die Nägel förmlich weg. Und man sieht so unglaublich alt aus..
Ich muss essen..
Nein, kein Erbrechen mehr. Gut essen, so wie heute. Auf heute bin ich unglaublich stolz. Aber ich bin nicht stolz darauf, dass der letzte Bulimieanfall noch nicht lang zurückliegt..
Montag geht es erstmal ne Woche Freunde besuchen. Heißt, kaum Kontrolle übers Essen. Keine Bulimie und kein ständige Essmöglichkeit. Meist hilft mir sowas und ich bin wochenlang unglaublich diszipliniert. Mein Ziel in dieser Zeit ist nicht, möglichst viel abzunehmen, sondern, schöne Tage zu haben. Mir schöne Mahlzeiten zu gönnen, abends auch mal etwas Wein. Gesund zu essen. Aber trotzdem nicht zu viel. Kein Geld zum Fenster rausschmeißen. Und wenn ich wieder daheim bin, daran anknüpfen. Mir vorerst die Tage zuballern, um ja nicht in Versuchung zu geraten.
Wieviel ich wiege weiß ich nicht. Aber mehr als 51 Kilo dürften es auf keinen Fall sein. 51 wäre der Worst Case. Es wird wohl eher um die 50 herum sein. Immer noch so eigenartig, wieder in dieser Gewichtsklasse zu sein. Mein Ausflug in die oberen 50er und sogar 60er war zwar verhältnismäßig doch recht kurz. Aber dafür prägend. Nie wieder. Jetzt bin ich wieder dünn, mein BMI sagt Untergewicht und nun sogar anorektisch. Oder, ab 17.5 ist doch schlimmer als Untergewicht oder?
Gott, wie das klingt. Als sei ich stolz drauf. Im Grunde ist es aber so, dass ich einfach nicht anders kann. Mein Körpergefühl war in den letzten Monaten einfach für den Arsch. Und sobald mein Magen ansatzweise voll war, war es die Hölle auf Erden. Ich kann nicht normal sein, es geht nicht. Ich brauche das, das Dünnsein. Ich brauche es mehr als meine Periode, gesunde Haare und Nägel. Als meine Gesundheit.. wie traurig das ist eigentlich.
Aber deshalb: Essen. Je mehr ich essen kann, desto besser. Denn das kann ich nicht mehr. Übelkeit, Völlegefühl, Verdauungsprobleme.. all das hindert mich. Bzw hindert mich die Angst davor. Wie oft lag ich nachts wach, weil ich bis in den abend Fas gehabt hatte, ohne zu erbrechen. Dieser Geschmack im Mund ist so unglaublich ekelhaft.. dieses aufgeschwämmte, fast toxische Gefühl im Körper ist der Horror. Manchmal hatte ich es schon, wenn ich bloß etwas zu viel gegessen habe. Um die 2000 bis 2500 Kalorien, selbst da hab ich schon akute Probleme.
Und das Abnehmen, das kommt dann von ganz allein. Einfach viel Obst und Gemüse, auf den Bauch hören, aktiv leben und dann geht das. Ich bin guter Dinge. Hoffentlich geht es auch ohne feste Regeln. Hoffentlich hilft mir diese Starthilfe nun, diese Woche gezwungene Bulimieabstinenz. Drückt mir die Daumen!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Tag2 Good News

Der zweite Tag, an dem es nun wieder gut läuft. Von dem Kalorienzählen habe ich mich doch recht schnell wieder verabschiedet. Es schränkt mich zu sehr ein. Im Grunde geht es bei mir ja garnicht so arg um die Zahlen, das habe ich ohne besser im Griff.
Ich muss einfach diese drei Mahlzeiten pro Tag Regel mal verinnerlichen. Wenn ich das tue, sollte es keinerlei Probleme mehr geben.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Schwerer als gedacht..

.. fällt mir ein normales Essverhalten. Habt ihr das auch manchmal, dass ihr andere Menschen essen seht, ganz gedankenlos und sie darum beneidet? Wie sie sich ein Päckchen Trauben kaufen und eine beim Bezahlen abzupfen und danach nicht mehr brauchen. Oder an einem Eiswagen vorbeigehen, merken, dass sie Lust darauf hätten und sich spontan eine Kugel kaufen. Aber man muss auch akzeptieren, dass man nicht immer diese Situationen hat, auch als gesunder Mensch nicht. Es kommt durchaus vor, dass man mit Freunden unterwegs ist und eben keinen Hunger oder Appetit hat. Oder vor einem Buffet steht und bloß Lust auf ein wenig Salat hat. Gesunde Menschen hören meist darauf und machen sich darum keine Gedanken. Unsereins weiß nicht mehr, was normal ist. Und hört auf den Kopf und nicht auf den Bauch.
Ich möchte lernen, wieder auf meinen Bauch zu hören. Das möchte ich so sehr. Aber es ist einfach unglaublich schwer. Vor allem muss ich einsehen, dass ich für mich und meine Ernährung zuständig bin. Und wenn ich abends allein daheim bin, kann ich mir kochen was ich will. Niemand sieht es. Außer vielleicht meine Mitbewohnerinnen. Wenn ich mir etwas gutes gönnen möchte, dann sollte ich auf meinen Körper hören und es tun. Natürlich, wenn spezielle Anlässe anstehen oder ich mich auf ein Stück Kuchen im Cafe freue, dann muss man auch mal eisern sein. Aber es soll wieder diese Leichtigkeit in die Ernährung. Denn nur durch diese Leichtigkeit schaffe ich es, langfristig abzunehmen.
Gestern habe ich mir einen groben Plan erstellt, an den ich mich zumindest anfangs genau halten werde. Ich möchte in etwa 1300 gesunde Kalorien zu mir nehmen und mal schauen, wie es mir damit ergeht.
Hauptsächlich möchte ich Obst und Gemüse essen und dieses möglichst variantenreich. Dazu Sojaprodukte, zum Anbraten Olivenöl verwenden und hier und da mal ein Brötchen. Kartoffeln, Vollkornnudeln und Naturreis. Senf, Balsamico und Honig. Ich möchte definitiv mehr Honig essen, denn dieser ist gesund und hilft dem Körper, Wunden zu heilen. In letzter Zeit entzünden sich diese bei mir sehr schnell..
Bei fddb habe ich mir bereits grob ein paar Gerichte zusammengestellt. Das schwierigste ist jedoch, sich wirklich an drei Mahlzeiten täglich zu halten und nicht zwischendurch irgendetwas zu essen, sich hinreißen zu lassen, dann ein schlechtes Gewissen zu bekommen und zu fressen. Wenn ich es schaffe, diese dreierregel einzuhalten, brauch ich eigentlich nichtmal mehr Kalorien zu zählen. Das Zählen ermöglicht mir allerdings, mich sicher zu fühlen und konkrete Zahlen zu haben, um mich gutfühlen zu können. Und um mir sicher zu sein, dass dies und jenes im Rahmen ist und ich nicht reduzieren muss. Es lässt mich ruhiger sein und ordnet meinen Kopf.
Heute habe ich bereits 490 Kalorien zu mir genommen. Ich hab also noch knapp 800, mal sehen, wofür. Natürlich ist es auch kein Problem, mal etwas drunter zu sein ;) aber je länger ich durchhalte, desto empfindlicher wird mein Körper und dann bekomme ich wieder Schlafstörungen. Daher auch die hohe Grenze. Mein Körper funktioniert mit weniger einfach nicht. Außerdem habe ich Zeit. Jedes Kilo weniger ist ein unglaublicher Gewinn! Und für ein Kilo weniger muss ich nicht hungern.
Außerdem möchte ich definitiv auf Süßigkeiten verzichten. Ausnahmen wird es geben, aber kontrolliert. Ich möchte meine Kalorien sinnvoll einsetzten und möchte meinem Körper etwas gutes tun. Heute Abend möchte ich mir auch eine Haarkur machen aus Öl und Ei und vielleicht auch was fürs Gesicht.
Auf meinen Bauch muss ich auch achten, denn meine Verdauung ist echt kompliziert geworden. Zuviel Laktose und Fruktose ist nicht gut. Aber bei einer normalen Ernährung sollte es da keine Probleme mehr geben. Ich möchte gerne morgens mittags und abends knapp 400 kcal zu mir nehmen und vielleicht nen Snack für 100. Kalorien werden erstmal gezählt oder überschlagen und wenn ich merke, dass es klappt, werd ich das lockern. Aber in gewisser weise macht mir ao ein Plan Spaß. Ich schaue, was meine Möglichkeiten sind und habe viel mehr Spaß beim Kochen. Denn Kochen bedeutet Einhalten des Plans und in dem Rahmen kann ich bedenkenlos experimentieren.
Aber das Dünnsein und das Erfolgsgefühl, es lockt beides so unglaublich zur Zeit. Ich möchte mich wieder gut fühlen, möchte nicht die ganze Zeit Angst um meine Gesundheit haben und mich schlecht fühlen, weil ich schon wieder aufgegeben und die Kontrolle verloren habe. Ich möchte meine Sachen erledigen und meine Vorgaben einhalten. Soviel dazu :)