Mittwoch, 22. Oktober 2014

Tag 105 ohne Bulimie

Hiermit möchte ich nochmal betonen, 105 Tage ohne Bulimie!!! Man kann es schaffen, es geht auch ohne. Es geht sogar fast ohne Magersucht, welche einem ja gerne etwas Sicherheit gibt..

Ich möchte euch kurz erzählen, wie mein Tag war. Ersteinmal begann mein Tag mit einer grausigen Nacht, wenig Schlaf, viele Alpträume, was bei mir normalerweise bedeutet, dass der ganze Tag aus einer einzigen Überesserei durch Müdigkeit besteht. Stattdessen hörte ich ab halb fünf nachts Hörbücher, als ich dann tatsächlich nicht mehr müde war schaute ich ein paar Serien und kämpfte gegen den Drang, zu essen, an. Gegen neun wurde ich tatsächlich wieder schläfrig und schlief nochmal ein paar Stunden.
Mein Wecker klingelte um kurz nach halb zwölf. Ich stand auf, duschte und fuhr zur Arbeit, wo ich mir voller Stolz meine erste hart erkämpfte Mahlzeit (eine große Banane und ein Sojamilchkaffee) gönnte. Dann arbeitete ich, aß zwischendurch ein bisschen Melone und um 18 Uhr einen Wrap mit Reis, Gemüse und Avocado gefüllt. So weit so gut.
Nach der Arbeit genehmigte ich mir ein Bier, woraus noch ein Bier wurde und ich leicht angeschwipst heim ging. Den ganzen Abend schon bemerkte ich diesen Heißhunger/ Hunger... und dem gab ich zuause nach. Resultat? Pasta (Reste aus dem Kühlschrank), paar kleine Gebäckteilchen, 2 Toast mit dick Erdnussbutter und Jelly und weil es so schön war, unten drunter natürlich noch Margarine.

Nun bin ich voll und fühle mich unwohl. Zu viele Kalorien, zu viel Fett, dann auch noch Alkohol und dann auch noch um Mitternacht! Eben beim Waschen dachte ich kurz, wie einfach es wäre, es nun einfach auszukotzen und einen leeren Magen zu haben. Eben jene Gedanken, die ein jeder hier hat. Und dann aber die Erinnerungen an all das, was ich da schon erlebt habe... das Erbrechen, kurze Erleichterung und dann Heißhunger oder kaum Gewichtsunterschied, Wassereinlagerungen und wunder Mund am nächsten Morgen. Vielleicht nicht richtig schlafen können... und vor allem: Erneuter Heißhunger am nächsten Tag.

Nun bin ich voll, fühle mich unwohl und werde mit Sicherheit morgen zugenommen haben. Und das, obwohl ich ohnehin schon in letzter Zeit schlimm gegessen habe und mich ohnehin unwohl fühlte und eigentlich etwas zurückschrauben wollte. Aber: Ich habe Mut. Und ich bin stolz auf mich.

Morgen werde ich lange schlafen, denn ich muss nicht arbeiten. Je nachdem dann an den Strand, duschen, wenn es zeitlich geht Freunde treffen. Hunger werde ich vermutlich erstmal nicht haben... also gibt es erstmal nur Kaffee. Vor der Arbeit dann eine Banane oder sowas. Und nach der Arbeit wollte ich Freunde treffen, ein oder zwei Biere trinken und dann schlafen. Vielleicht gibts zwischen durch noch einen Snack... und dann sollte das von heute auch schon wieder von den Rippen sein.

Ja, ich habe tatsächlich etwas zu genommen fürchte ich. Zuviel leben in letzter Zeit, zuviel Alkohol und dadurch zuviel mitternächtliche Snacks. Aber das ist okay. Es werden wieder bessere Tage folgen, an denen ich besser esse und das dann ganz schnell wieder Geschichte sein wird. Ich möchte hauptsächlich Obst essen, wenn ich alleine bin und sonst ganz normal. Das lustige ist, dass ich mit "normalem" essen abnehme... sprich, morgens ein zwei Toast, mittags ne gute Portion Pasta und abends keine Ahnung, ein ordentliches Sandwich oder Pommes oder so. So lange mein Bauch einigermaßen flach bleibt, nehme ich irgendwie immer ab. Egal, was im Bauch drin ist.

Die nächsten Tage sind außerdem geprägt von Arbeit, was viel Bewegung und wenig, aber dafür nahrhaftes Essen bedeutet. Bloß dieses mitternächtliche Vollessen darf nicht zur Gewohnheit werden, ansonsten habe ich bald ein Problem. Was ist also der Plan? existiert nicht. Bloß keine nächtlichen Es(s)kapaden mehr, morgen warten, bis Bauch wieder besser ist und schön ausgewogen essen und ablenken, rausgehen und Freunde treffen. Essen ist und bleibte eine Nebensache!

vegane Spaghetti Bolognese

"Reissalat", frisches Gemüse, Avocado, Salz, Pfeffer und etwas Sweet Chili

Reis, Kartoffeln, dazu Gemüse und Sweet Chili Soße

Alles wird gut...

Freitag, 10. Oktober 2014

93 dünn?



Ich finde es erstaunlich, wie viele unterschiedliche Arten von Dünnsein es gibt. Da wären die gesegneten, die schmal gebaut sind und trotz Normalgewicht dünn erscheinen. Jene, denen die Schlüsselbeine hervorstehen, jene, die ein schmales Becken haben. Schmale Hand- und Fußgelenke reichen meist auch schon aus.
Dann gibt es die, die abnehmen und wirklich krank aussehen. Wo alles spindeldürr wird, wo alle Knochen rausstehen und die Wangen einfallen.
Und dann gibt es so Menschen wie mich. Es hat echt mein ganzes Leben gedauert und ist noch längst nicht vollendet zu begreifen, was mein Körper eigentlich für eine Erscheinung hat. Wenn ich Normalgewicht habe, finde ich meinen Körper furchtbar. Ich fühle mich plump und speckig. Dabei verteilt sich das Fett bei mir doch recht gleichmäßig über den Körper. Es ist nicht so, dass ich einen dicken Bauch bekäme oder so. Es ist mehr so, als hätte ich einen ganz Körper Anzug an. Ich glaube kaum, dass ich zu den gesegneten gehöre, die trotz Normalgewicht dünn wirken.

Und nun? Nun wiege ich um die 49 Kilo würde ich vermuten. Und ich muss nach dem Betrachten alter Fotos echt sagen, dass allein der Sport schon so viel ausmacht. Damals habe ich mithilfe von Sport abgenommen und mein Körper war sehr viel sehniger und fettloser als heute. Es ist nicht mehr viel dran an meinem Körper, aber trotzdem wirke ich irgendwie "normal". Bzw gesund. Gesund wäre das richtige Wort. Natürlich kriege ich Kommentare zu meiner Figur, aber sobald die Leute sehen, wie ich esse, stempeln sie mich als "eine der glücklichen mit guten Genen" ab. Ohne Sport werde ich niemals mehr so dünn werden, wie ich damals war. Aber dafür vereine ich nun etwas in mir, was man Leben nennt. Ich bin die lebende Kombination aus Dünnsein und Leben. Ich kann mittlerweile fast normal essen, ohne auszurasten und vor allem ohne Zwang dabei zu haben.

Worauf ich setzte, ist Zeit. Ich denke, wenn ich mich länger so ernähre wie ich es momentan tue, werde ich auf kurz oder lang schon noch ein wenig abnehmen. Obwohl ich heute eigentlich recht zufrieden bin mit meinem Körper.

Aber ich habe eben nicht mehr das Ziel, morgen ein Kilo weniger zu wiegen. Mein Ziel ist es, mit einem guten Bauchgefühl abends einschlafen zu können und zufrieden mit dem Tag zu sein. Hauptsache keine Fressanfälle!

Heute habe ich bisher schon für mein Gewissen her relativ viel gegessen. Aber jetzt bin ich satt und zufrieden und werde mir vielleicht später nochmal was Obst gönnen und dann Snacks, Abendbrot oder so. Es gab Müsli mit Banane und Erdbeeren und ein Toast mit Margarine und Jam. Normalerweise esse ich morgens immer lieber nur Obst, damit fühle ich mich irgendwie sicherer und habe auch ehrlich mehr Lust drauf. Aber heute morgen hatte ich Hunger und wusste, wenn ich nicht darauf höre, dann ende ich wieder im Überessen tagsüber oder abends.

Sojajoghurt, Erbeeren, halbe Banane und etwa 5 EL Müsli. Dazu schwarzer Kaffee

May I introduce: My "Chocolate"
Kiwi, Banane, Almondmilkcoffee. Damit fühle ich mich wohl morgens!

Banane und Mulberries, AlmondmilkCoffee

Ich muss nicht von heute auf morgen normal sein, dass ist unmöglich. Aber ich gehe in die richtige Richtung. Ich stelle mich meinen Ängsten und mein Körper spielt sich immer mehr ein. Wann zB war mein letzter richtig großer Fa? Das liegt ewig zurück. Dieser unbändige Heißhunger war lange nicht mehr da und ich bin heilfroh drum. Oft kann ich spontan sein mit dem Essen und leben, anstatt einem strikten Essstörungsplan zu folgen. 
Trotzallem bin ich nicht geheilt. Ich will immer noch abnehmen, ich habe immer noch dieses verschobene Körperbild. Aber es wird...

Montag, 6. Oktober 2014

89 So wie das Leben spielt.

Es ist 2 Uhr nachmittags und ich habe noch nichts gegessen. Das Gewissen ist zu schlecht, denn gestern habe ich mal wieder die Kontrolle verloren. Was es gestern gab?
Eine kleine Portion Müsli mit einer großen Portion Mulberries, etwas Mandelmilch und schwarzen Kaffee. Das war noch gut! Vor allem, weil die Mandelmilch gerade mal 17 kcal auf 100ml hat!
Dann zwei sehr reife Kakis vom Markt. Dann später Den Rest Reis mit käsiger Sosse von gestern, mit Gemüse und irgendwie habe ich echt viele Soßen noch reingeklatscht. Auch Majo, wodurch meine Alarmglocken zu klingeln begannen.

Reis, Soße aus Mandelmilch und Hefeflocken, dazu Majo und Mangodressing (warum auch immer?) und Brokkoli


Danach war mein Bauch dann voll, aber ich nicht zufrieden. Ne Stunde später gab es dann den Rest von dem, was ich nicht geschafft habe mit Bohnen und noch mehr Gemüse und diesmal ohne Majo. Aber Heißhunger auf was süßes blieb.. und so machte ich mich mal wieder über die Trockenfrüchte und Nüsse her, zusammen mit einem Apfel.

Wenn ich das jetzt alles so ansehe, dann war es doch nicht Zoo viel. Also, es gab schon echt viele Trockenfrüchte und Nüsse am Abend und das sollte man kalorientechnisch nicht unterschätzen. Auch, dass ich bis jetzt immer noch einigermaßen satt bin, heißt ja schonmal was.

Heute möchte ich gerne überwiegend bei Obst bleiben. Gleich gibts einen Kaffee und ne Banane, später Melone und abends möchte ich gerne Kartoffeln, Champignons, Lauch und Rührtofu machen.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

85 essen essen essen

Ich habe ein Tagebuch. Und gestern Abend habe ich darin einen sehr interessanten Text geschrieben. Ein paar Gedanken zu meinen letzten Monaten und meine Vorfreude auf die kommende zeit. Und ich musste feststellen dass es hauptsächlich um meine Essstörung ging. Alles. Meine ängste, meine Vorfreude, Bedrückung, Erleichterung. Das ist so traurig.. Ich erlebe die zeit meines Lebens. Lebe bei einer australischen Familie und trotzdem beginnt die Essstörung mein denken. Manche Tage werden durch ihr zur Hölle, andere zur puren Entspannung.

Heute ist ein guter Tag. Lange geschlafen, gearbeitet und sauber gemacht ehe ich um zwölf das erste mal aß. Es gab porridge mit mulberries, Banane, chiasamen und ein paar Mandeln. 

Die Portion war so riesig, dass ich ne Stunde gebraucht habe ehe alles aufgegessen war. Habe in der zeit anderes gemacht. Und war zufrieden! Ich liebe das Gefühl Satt zu sein. Satt und zufrieden und der Stimme im Kopf eine Pause zu gönnen. Leider passiert das nicht so oft. Würde das bei mir normal funktionieren, könnte ich mir sogar vorstellen, wieder normal zu essen. Aber leider bin ich selten satt und zufrieden.. Entweder voll aber nicht zufrieden, oder hungrig und zufrieden bzw unzufrieden. Aber satt und zufrieden? Selten. Daher kommen auch meine kleineren essanfälle. Ich versuche diesen Zustand zu erreichen, bin danach aber lediglich voll und fühle mich schlecht und unwohl..

Danach hielt das Sattsein ziemlich lange. Später gab es Oliven, Wassermelone, eine Mini Ecke selbstgemachten Kuchen zum probieren und eine kleine Portion Spaghetti mit hefeflocken, Paprika und Tomate. Jetzt bin ich richtig satt und fast schon voll, aber es geht noch.


Heute morgen auf der Waage hielt der Zeiger zwischen 48 und 49 Kilo, bei 170cm. Bin ich dünn? Ich finde mich normal. Von Natur aus bin ich etwas schmaler. Selbst mit 40 Kilo war ich kein "Skelett". Wenn mich Leute massieren oder anfassen dann fühlen sie meine Knochen. Aber ansonsten bin ich einfach eine sehr schlanke junge Frau. Glaub ich zumindest. Ich selbst sehe es nicht mehr, ich sehe nur, dass da noch mehr weg kann...



Donnerstag, 25. September 2014

Tag 77 besser.

Heute war es definitiv besser. Es stimmt schon, dass gestern nicht vernichtent war. Aber es war eben ein kleinerer fressanfall und komischer Bauch und in der Nacht hab ich mich echt nicht so dolle gefühlt.
Heute morgen dann recht spät erst gefrühstückt. Also spät für die Umstände hier. Erst einen Kaffee mit mandelmilch. Dann paar Erdbeeren und Maulbeeren, was ich spontan unterbrechen musste, weil es kurz in die Stadt ging. Danach gegen halb eins hatte ich dann tatsächlich Hunger und aß ein großes Müsli mit den restlichen Beeren und mandelmilch.


Das Tat gut! Hab dann weiter gearbeitet und später etwas Brokkoli und süsskartoffel (Reste von gestern) und eine Sellerie Stange mit humus gegessen. Später dann noch Oliven, Apfel, ne Banane. Ich esse echt viel! Wieviele Kalorien das wohl zusammen sind?
Hatte dann auch glücklicherweise lange keinen Hunger mehr, habe einiges an Arbeit geschafft und abends dann schön asiatisch gekocht. Reis, dazu Gemüse und Kichererbsen mit etwas Öl und Sojasoße. Hatte allerdings echt kaum reis, nur so Alibi mäßig. Und jetzt habe ich wieder leicht Hunger und das finde ich gut. Normalerweise mag ich Hunger nicht, aber nach gestern ist es irgendwie beruhigend.

Morgen Abend kommen Freunde und wir kochen. Weiß noch nicht, was wir kochen.. Aber irgendwie setzt mich sowas immer unter druck. Ich werde mich tagsüber mit einem großen Müsli morgens, Obst, Rohkost und Oliven vergnügen und hoffe, dass ich nicht einknicke. 

Ich freue mich sehr, wenn ich endlich in meine neue Wohnung ziehe. Meine Au pair Familie ist zwar Super nett, aber diese gemeinsamen Mahlzeiten stressen mich irgendwie. Dazu das frühe Aufstehen.. Ich komme besser klar, wenn ich selbst entscheiden kann. Wenn ich ausschlafen kann und die erste Mahlzeit hinaus zögern kann. Oder eben genau weiß wann ich wie arbeiten muss und dann eben vorher was esse, um wirklich Satz zu sein. Hier ist es eben so, dass ich die ganze zeit an den Kühlschrank kann. Ich kriege aufgaben, aber die ganze zeit denke ich ans essen. Das ist irgendwie echt traurig... Da war ich bereits weiter. Ich hoffe also, wenn ich wieder für mich selbst verantwortlich bin, dass es dann alles wieder etwas entspannter wird mit dem essen. Viel Obst vor allem! Morgens aufstehen, Obst und Kaffee oder Müsli wenn ich arbeiten muss. Und ansonsten echt normal ernähren... Und langfristig so bei 48 Kilo bleiben. Denke ich. Genau weiß man das ja leider nie. Aber mein abnehmwille ist nicht mehr allzu groß, mein Gewicht ist eigentlich schon ganz okay. Ein bisschen weniger und ein bisschen zwangloser essen, zwei Gegensätze. Mal sehen, wie sich das kombinieren lässt! Letztes Jahr hat das ehrlich gesagt ganz gut funktioniert. Der Körper gewöhnt sich schnell wieder an mehr Kalorien und nimmt dann schneller mal etwas Gewicht ab, wenn man weniger isst. Gute Nacht ihr lieben!

Dienstag, 23. September 2014

Tag 76 voller Bauch

Heute war kein guter Tag. Den ganzen Tag war ich müde und gereizt und mein Bauch hat die ganze zeit rumort. Nach dem Wochenende Ging es ihm auf einmal weniger gut. Habe sehr viel Brot und Nudeln gegessen, ob es daran lag? Habe nichtmal das Gefühl gehabt, dadurch zugenommen zu haben. War eher so ein mieses Völlegefühl und Bauchziehen und nun Heißhunger. Habe dann den ganzen Tag gegessen und gegessen und jetzt ist mir schlecht.. Ding mit porridge mit Beeren und Kaffee mit mandelmilch an. Dann einen Apfel und Banane. Dann 3 Toast mit Margarine und Marmelade und eine Banane. Viele Datteln und getrocknete Aprikosen. Viele Oliven, einen Apfel. Und abends erst nen bagel mit Margarine und so herzhafte veggi Aufstriche, dann ein Toast mit Margarine und Marmelade. Heißhunger. Unzählige Nüsse, trockenfrüchte und ein paar Kekse. Wirklich voll fühle ich mich nicht, eher so, als sei die Verdauung voll. Die ganze zeit blubbert es im Bauch und mir ist etwas übel.. Bäh..

Diese Beeren aus dem Garten waren im porridge yummy

Morgen soll besser werden! Die letzten Tage hat es mit den normaler essen eigentlich gut geklappt. Es war jetzt keine komplette Katastrophe aber ich fühl mich unwohl und das ist scheisse.

Morgen versuche ich dann möglichst spät zu frühstücken. Müsli mit Früchten und mandelmilch, dazu schwarzen Kaffee. Und dann über den Tag Apfel, Banane, Oliven, vielleicht ein Toast. Und abends irgendwas mit ner guten gemüsebeilage und dann sollte es dem Bauch auch besser gehen denke ich. Hoffe ich. Noch ein paar Bilder:

Eins meiner Abendessen: Brot mit Avocado, beetroot, Tomate und Oliven 

Perfektes Frühstück: Erdbeeren, Vanille Soja Joghurt und Müsli 

Außerdem ziehe ich nun um und wohne dann direkt am Strand und werde mal versuchen morgens joggen zu gehen! Habe extra meine Jogging Schuhe mit, das sollte klappen!

Mittwoch, 17. September 2014

Tag 70 G'day mate!

Da bin ich wieder und wie erwartet geht es mir soviel besser nun. Im Titel sehr ihr, dass es heute der 70te Tag ohne übergeben ist und bisher war ich nicht einmal kurz davor weder habe ich überhaupt mit dem Gedanken gespielt. Manchmal vermisse ich die Bulimie, aber eher die Essstörung an sich und die damit verbundene vermeintliche Sicherheit. Dennoch bin ich heilfroh aus dem Teufelskreis nun ersteinmal wieder heraus zu sein und ich werde alles dafür tun, um nie wieder dort hinein zu geraten.

Ernähren tue ich mich nun komplett vegan und mir fällt es überhaupt nicht mehr schwer. Wie schon vermutet war die Bulimie und die damit verbundene kontrollosigkeit der Knackpunkt. Dadurch, dass ich während der fas noch immer normale Lebensmittel aß, konnte ich nie eine wirkliche Distanz dazu aufbauen. Da ich nun keine fas mehr habe, wächst diese persönliche Barriere immer mehr und ich denke nichtmal mehr darüber nach, zb Kekse oder ein Stück Pizza zu essen. Auch, wenn ich Hunger habe! Und darauf bin ich unheimlich stolz und fühle mich nun endlich richtig gut mit mir.

Wieviel ich wiege weiß ich leider nicht genau. Optimal ernähren tue ich mich immer noch nicht. Oft fresse ich mich mit Datteln und Nüssen voll. Generell habe ich immer das Gefühl, zuviel zu essen. Laut analoger Waage liegt das Gewicht bei 49 Kilo und damit könnte ich leben. Die zusätzlichen Bulimie Kilos habe ich somit wieder verloren und ich fühle mich wirklich sehr viel besser nun. Allerdings muss ich mich echt überwinden, 'normal' zu essen. Ich neige dazu, übertrieben gesund essen zu wollen. Dann esse ich am morgen tonnenweise Obst, Nüsse und trockenfrüchte, obwohl das alles echte kalorienbomben sind. Ein Müsli mit Obst, ein paar Nüssen und ein paar trockenfrüchten tut meinem Bauch viel besser und hält mich zudem länger Satt und zufrieden.

Idealerweise würde ich gerne morgens ein Müsli mit viel Obst und einem Kaffee frühstücken. Als Snacks Obst, Rohkost oder ein Toast. Ich versuche dann bis abends bloß zu snacken. Oder mir ein schönes Mittagessen zu kochen und abends ebenso. Viel Gemüse und kleine Portionen, damit ich mich nicht so voll fühle. Wenn ich alles in allem damit auf 1500 Kalorien komme, wäre es perfekt. Aber meist bin ich zu angespannt und esse zuviel durcheinander, wodurch ich mich zu voll fühle und nur noch ans essen denken kann. Stattdessen einfach mal ein Toast, eine Portion Spaghetti oder so, satt aber nicht voll sein und gut durch den Tag kommen.
Mich ärgert es ein wenig, dass das Thema essen noch so groß ist und oft meinen Tag bestimmt, obwohl ich viel esse. Hoffentlich kann ich mich da bald etwas entspannen..

Noch ein paar Bilder:
Vegane sausagerolls mit Brokkoli und Ketchup (guter Tag, da könnte ich mir abends dann etwas eigentlich 'verbotenes' gönnen)

Toast mit Avocado und Sprossen. Leider kam das erst NACH Nüssen, Datteln und Co. Hätte ich das mal vorweg gegessen..

Müsli, mandelmilch und darunter Banane und Apfel. Danach bin ich dann so satt und zufrieden und das hält sooo viel länger als trocken Obst! Trotz fast gleicher Kalorien.


So meine lieben, ich schreib nun wieder öfter...