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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Tag 105 ohne Bulimie

Hiermit möchte ich nochmal betonen, 105 Tage ohne Bulimie!!! Man kann es schaffen, es geht auch ohne. Es geht sogar fast ohne Magersucht, welche einem ja gerne etwas Sicherheit gibt..

Ich möchte euch kurz erzählen, wie mein Tag war. Ersteinmal begann mein Tag mit einer grausigen Nacht, wenig Schlaf, viele Alpträume, was bei mir normalerweise bedeutet, dass der ganze Tag aus einer einzigen Überesserei durch Müdigkeit besteht. Stattdessen hörte ich ab halb fünf nachts Hörbücher, als ich dann tatsächlich nicht mehr müde war schaute ich ein paar Serien und kämpfte gegen den Drang, zu essen, an. Gegen neun wurde ich tatsächlich wieder schläfrig und schlief nochmal ein paar Stunden.
Mein Wecker klingelte um kurz nach halb zwölf. Ich stand auf, duschte und fuhr zur Arbeit, wo ich mir voller Stolz meine erste hart erkämpfte Mahlzeit (eine große Banane und ein Sojamilchkaffee) gönnte. Dann arbeitete ich, aß zwischendurch ein bisschen Melone und um 18 Uhr einen Wrap mit Reis, Gemüse und Avocado gefüllt. So weit so gut.
Nach der Arbeit genehmigte ich mir ein Bier, woraus noch ein Bier wurde und ich leicht angeschwipst heim ging. Den ganzen Abend schon bemerkte ich diesen Heißhunger/ Hunger... und dem gab ich zuause nach. Resultat? Pasta (Reste aus dem Kühlschrank), paar kleine Gebäckteilchen, 2 Toast mit dick Erdnussbutter und Jelly und weil es so schön war, unten drunter natürlich noch Margarine.

Nun bin ich voll und fühle mich unwohl. Zu viele Kalorien, zu viel Fett, dann auch noch Alkohol und dann auch noch um Mitternacht! Eben beim Waschen dachte ich kurz, wie einfach es wäre, es nun einfach auszukotzen und einen leeren Magen zu haben. Eben jene Gedanken, die ein jeder hier hat. Und dann aber die Erinnerungen an all das, was ich da schon erlebt habe... das Erbrechen, kurze Erleichterung und dann Heißhunger oder kaum Gewichtsunterschied, Wassereinlagerungen und wunder Mund am nächsten Morgen. Vielleicht nicht richtig schlafen können... und vor allem: Erneuter Heißhunger am nächsten Tag.

Nun bin ich voll, fühle mich unwohl und werde mit Sicherheit morgen zugenommen haben. Und das, obwohl ich ohnehin schon in letzter Zeit schlimm gegessen habe und mich ohnehin unwohl fühlte und eigentlich etwas zurückschrauben wollte. Aber: Ich habe Mut. Und ich bin stolz auf mich.

Morgen werde ich lange schlafen, denn ich muss nicht arbeiten. Je nachdem dann an den Strand, duschen, wenn es zeitlich geht Freunde treffen. Hunger werde ich vermutlich erstmal nicht haben... also gibt es erstmal nur Kaffee. Vor der Arbeit dann eine Banane oder sowas. Und nach der Arbeit wollte ich Freunde treffen, ein oder zwei Biere trinken und dann schlafen. Vielleicht gibts zwischen durch noch einen Snack... und dann sollte das von heute auch schon wieder von den Rippen sein.

Ja, ich habe tatsächlich etwas zu genommen fürchte ich. Zuviel leben in letzter Zeit, zuviel Alkohol und dadurch zuviel mitternächtliche Snacks. Aber das ist okay. Es werden wieder bessere Tage folgen, an denen ich besser esse und das dann ganz schnell wieder Geschichte sein wird. Ich möchte hauptsächlich Obst essen, wenn ich alleine bin und sonst ganz normal. Das lustige ist, dass ich mit "normalem" essen abnehme... sprich, morgens ein zwei Toast, mittags ne gute Portion Pasta und abends keine Ahnung, ein ordentliches Sandwich oder Pommes oder so. So lange mein Bauch einigermaßen flach bleibt, nehme ich irgendwie immer ab. Egal, was im Bauch drin ist.

Die nächsten Tage sind außerdem geprägt von Arbeit, was viel Bewegung und wenig, aber dafür nahrhaftes Essen bedeutet. Bloß dieses mitternächtliche Vollessen darf nicht zur Gewohnheit werden, ansonsten habe ich bald ein Problem. Was ist also der Plan? existiert nicht. Bloß keine nächtlichen Es(s)kapaden mehr, morgen warten, bis Bauch wieder besser ist und schön ausgewogen essen und ablenken, rausgehen und Freunde treffen. Essen ist und bleibte eine Nebensache!

vegane Spaghetti Bolognese

"Reissalat", frisches Gemüse, Avocado, Salz, Pfeffer und etwas Sweet Chili

Reis, Kartoffeln, dazu Gemüse und Sweet Chili Soße

Alles wird gut...

Dienstag, 25. März 2014

Tag 174 Confused

Ich habe mich länger nicht gemeldet, keine Ahnung, warum. Aber sobald es besser läuft und ich wieder etwas mehr Lebensinhalt habe, denke ich weniger an die Essstörung. Was heißt, ich denke weniger daran, das wäre gelogen. Jede Minute denke ich ans Essen. Aber es nimmt weniger Raum in meinem Leben ein.

Essen läuft ganz okay, wie gesagt. Manchmal esse ich noch zuviel. Aber es ist nicht mehr so unkontrolliert. Das ist das gute am Hostelleben, du hast ständig Menschen um dich herum. Sozial sein bedeutet, normal essen.

Heute bisher ein Rest eines Hamburgers, Gemüse mit Kürbissalat, Bohnen; ein Müsliriegel, paar Nüsse und ein Sojamilchkaffee. Jetzt bin ich mehr als voll und bis abends wird's wohl nichts mehr geben. Meine Figur sieht auch schon wieder sehr viel besser aus. Noch ein paar "normale" Tage und ich bin wieder top in form denke ich.

Desweiteren habe ich beschlossen, doch noch etwas hier zu bleiben. Ich habe Angst, daheim wieder in den alten Trott zu verfallen. Dieses Herumlungern, nur für die Essstörung leben irgendwie. Weiß auch nicht, aber ich habe das Gefühl, sobald ich aus meinem "Versteck" heraus bin und dem richtigen Leben ausgeliefert bin, geht es mir besser. Ich traue mich mehr. Zuhause zb würde ich niemals noch auf einen Drink irgendwohin gehen, wenn ich am Tag normal gegessen habe. Zu große Angst vor den Kalorien im Alkohol, zu schlecht fühle ich mich mit dem vollen Bauch. Hier überwinde ich mich, gehe raus, erlebe tolle Sachen und zwinge mich selbst quasi zum "normalsein".

Ich denke, dass ein weiterer Monat mich nicht umbringt. Zuhause kann warten. Es wird kaum einen Unterschied machen, ob ich jetzt oder in einem Monat zurück bin. Das einzige Blöde ist, dass ich all meine Freunde vertrösten muss. Dass ich meinen Flug wahrscheinlich weder umbuchen noch stornieren kann und das Geld verliere. Aber es ist nur Geld. Ich habe fast 10000 Euro auf meinem Konto. Momentan sinds etwa 8000 auf meinem deutschen Konto und 1000 auf meinem ausländischen. Wenn ich einen neuen Flug buche, bedeutet das, extra Abzug. Und ich möchte weniger arbeiten, was weniger Einkommen als zuvor bedeutet. Aber hey, ich sollte mir das gönnen und hier eine gute Zeit haben. Den Strand genießen, ausgehen, mich wohlfühlen im Hostel und auf der Arbeit. Und gehen, wenn es wirklich Zeit ist. Jawohl!

Gleich treffe ich erstmal noch eine Freunden. Sie holt mich ab und wir werden den restlichen Tag zusammen verbringen. Keine Ahnung, was wir machen. Ich bin jedenfalls ordentlich müde und mag eigentlich nichts großartiges heute mehr unternehmen, wenn ich ehrlich bin. Ich habe nun die letzten Tage soviel gearbeitet, da sollte ich mir das auch mal gönnen dürfen. Mal sehen, ich warte darauf, dass sie sich meldet... Morgen würde ich Abends gerne ausgehen mit meinen Freunden von der Arbeit. Hoffentlich klappt das! Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, Montag heißts dann wieder Arbeit. Die Woche danach muss ich zusehen, dass meine Stunden gekürzt werden. Hoffentlich klappt das alles...

so braun bin ich mittlerweile...

Freitag, 21. März 2014

Tag 170 Hass.

Noch 10 Tage. 10 Tage, die ich so schön wie möglich gestalten sollte.
Stattdessen machen sie mir Angst. Denn ich kann weder richtig schlafen, noch in Ruhe kochen oder essen. Führt dazu, dass ich zuviel esse, zu wenig schlafe und mich scheiße fühle. Zunehme. Und mich noch schlechter fühle. Und das im Paradies.

Das sind so Momente, in denen ich die Essstörung wirklich hasse. Wenn sie einem so etwas verdirbt. Denn ganz ehrlich, hauptsächlich freue ich mich auf zuhause, weil ich an meine Kontrolle denke. Weil ich daran denke, wieviel besser ich mich fühlen werde, weil ich geregelt essen kann. Weil ich mich aufs wieder abnehmen freue. Ich denke, nach dem ganzen Essen werden die ersten Kilos doch recht schnell runter gehen.

Und wenn ich das dann nochmal von außen betrachte, diese Freude auf das Ausleben der Essstörung, dann werde ich ganz traurig. Das hier gerade ist MEINE Zeit. Ich bin im Ausland und sammle Erfahrungen, aber alles wird immerzu überschattet von der blöden Essstörung.

Ich wette wette wette, sobald ich wieder zuhause bin, die ersten Tage vergangen sind und ich realisiert habe, was eigentlich passiert ist, dann werde ich ganz traurig werden. Und ich werde das alles vermutlich schrecklich vermissen. Aber was genau werde ich vermissen? Ich mein, mein Job hier geht mir so oft unglaublich auf den Geist. Ich könnte das keinen Monat länger machen. Und trotzdem macht mir die Sache an sich unheimlich Spaß. Dieses Zugehörigkeitsgefühl, das Herumalbern mit Kunden und Kollegen. Vorgestern waren wir alle zusammen feiern und es war richtig toll!

Aber ganz ehrlich, meine Zeit hier ist abgelaufen. Entweder ich ziehe hier komplett hin und ändere, was mich stört. Suche nen zweiten Job als Abwechslung, suche eine richtige Wohnung und bringe etwas Routine in mein Leben. Oder ich belasse es dabei, gehe zurück nach Deutschland mit vielen tollen Erinnerungen. Ein komisches Gefühl...

Vor allem habe ich Angst, weil ich ganz genau weiß, was auf mich zukommt. Ich werde zurück fliegen, komplett durcheinander sein. Den Flug überstehen, in Deutschland von einem Freund abgeholt werden. Vermutlich garnicht wissen, womit ich beim Erzählen anfange.. Eltern überraschen, von deren Freude angeekelt sein (irgendwie ist mir deren Liebe immer zu viel...... was für eine Tochter bin ich?!), dann wohl direkt weiter zu einem meiner besten Freunde. Vielleicht noch paar andere besuchen. Vermutlich abends essen gehen oder einsam daheim sein und wieder das alte Leben leben.
Dann nächster Morgen. Ich liebe Morgende, die sind so frisch und unschuldig. Ich werde die Ruhe genießen, vielleicht laufen gehen und dann bei einer Fernsehsendung ein ausgedehntes Frühstück genießen. (bis dahin werde ich noch glücklich sein)
Bloß dann heisst es, Tag füllen. Was mache ich? Ich werde meine alte Arbeit besuchen und gucken, ob die Arbeit für mich haben. Ich werde Freunde treffen, Kaffee trinken gehen. Meinen Krams im Keller ausmisten, Klamotten auf Kleiderkreisel verscheuern. Einkaufen gehen und anfangen mit der Wohnungssuche. Ganz viel feiern gehen. Abnehmen. Und dann wird sich wieder die Normalität einstellen und ich werde realisieren, dass mich eben diese nicht glücklich macht. Dass mich das Leben in Deutschland auf lange Sicht langweilt. Und dann werde ich traurig werden und diesen Ort hier ganz schrecklich vermissen..... so sehr ich mich jetzt nach Hause wünsche. Hier geht es mir besser. Diese komplizierte Logik ist unglaublich anstrengend im Kopf. Plus körperliches Unwohlsein JUHU

A propos Körper. Wie schaffe ich es bloß, wieder etwas Normalität rein zu bekommen? Zum Beispiel heute Morgen. Erst Trauben, 2 Nektarinen, 3 Pflaumen und zwei normale Portionen Müsli mit Sojamilch. Wollte mal was gesundes frühstücken. Dann aber Pizza... warum quäle ich mich immer damit, indem ich sowas mit nach Hause nehme? Am besten wäre es, ich würde die dort lassen, wo sie hingehört. Nämlich auf der Arbeit! Ganz ehrlich, zu welchem Zeitpunkt brauche ich Pizza? Ich habe Müsli, ich habe Müsliriegel und ansonsten sollte ich nicht geizen und mir Obst kaufen. Stattdessen nehme ich Pizza mit nach Hause und esse sie und fühle mich schlecht. Genießen tu ich es trotzdem...
Jedenfalls fühle ich mich scheiße, weil ich unglaublich müde von zu wenig schlaf bin. Und mein Bauch weh tut von der Pizza. Versuche, erstmal nichts mehr zu essen. Erst in meiner Pause auf Arbeit wieder. Plus Cider nach der Arbeit, thats it.
Und Kaffee, vielleicht etwas Sojamilch und Cola light. Da wäre das Pizza Dilemma dann zu verkraften.

Mal sehen wie ich das durchhalte. Mein Körper könnte es echt gebrauchen, ich fühle mich so unwohl dick...

Jetzt geh ich erstmal an den Strand. Die nächsten Tage soll das Wetter schlechter werden. warum nur? Was soll ich denn bitte machen, wenn es hier regnet? Besonders, weil einem dann auch meist die Arbeit gestrichen wird, weil keine Kunden kommen. Das wäre eine grauenvolle letzte Woche, die sicherlich mit viel zu viel essen und Alkohol enden würde....

Frühstück von gestern 

Paradies?

Dienstag, 18. März 2014

Tag 167 Fressfressfress

Hellow again, Fresserei. Obwohl, noch geht es. Aber gestern allein, es kam noch soviel dazu.
Habe ja aufgezählt, was ich morgens schon alles aß. Dann auf der Arbeit noch 3 große Stücke fettige Pizza, Fleischbällchen, Pommer, Stück panierter Fisch und Salat mit Sahnedressing. Spätabends dann noch Softeis, Gummibärchen und Smarties. Yummy........

Bin dann mit leichten Bauchschmerzen ins Bett.

Heute morgen dann, früh wachgeworden von unglaublichem Hunger?!

Musste mich dann schwer zusammenreißen, nicht sofort weiter zu essen. Lag noch etwas im Bett und laß, dann duschen und Frühstück vorbereiten. Es gab Haferflocken, Mandeln, Reispopps, eine Orange, Chiasamen und Joghurt. Dazu grüner Tee.


das Müsli von heute Morgen
Pizza mit Lamm, Pinienkernen und Mintsoße
eingeweichte Chiasamen

Müsli während der Zubereitung




Habe dann Wäsche gemacht und eben jochmehr Mandeln (wirklich viele!) und zwei Drittel Pizza gegessen. Bin jetzt dementsprechend voll, mir ist ein wenig übel. Aber mein Verlangen nach essen ist komplett weg. Schreibe nun noch diesen Eintrag zu ende und dann gehts an den Strand, den ganzen Tag. Nehme mir Buch und Zeichenblock mit, sowie Besteck. Wenn ich Hunger bekomme, hole ich mir einfach Obst im Supermarkt und esse das. Heute Abend weiß ich noch nicht. Vermutlich werde ich einfach einen Film sehen, vielleicht etwas malen. Und essen wird dann entschieden. Habe noch Müsliriegel, Couscous Fertiggericht und ein Sandwich mit light Ricotta, Avocado, Spinatsalat und Gurke. Werde vermutlich das essen. Vielleicht auch Müsli, mal sehen.
Moi

Ansonsten zähle ich weiterhin die Tage, bis es heim geht. Warum bloß? Arbeit macht eigentlich Spaß, zerrt bloß hin und wieder an den Nerven. Heute sollte der erste Paycheck kommen, darauf freue ich mich schon. geldausgeben tue ich hier kaum. Weder für Unterkunft, noch essen. Ausgehen tue ich bisher auch garnicht, was ist los?

Jedenfalls freue ich mich auf Zuhause, auf meine Ruhe und meine Kontrolle. Auf meine Freunde. Trotzdem genieße ich jeden Moment und bin mir bewusst, dass ich das alles sobald nicht mehr haben werde. Dass mir die Arbeit eigentlich auch Spaß macht und ich tolle Kollegen habe. Dieser Zwiespalt ist eigenartig und faszinierend zugleich. Ich editiere wahrscheinlich später nochmal. Freie Tage, weiß garnicht, was man mit sowas anfängt?

Montag, 17. März 2014

Tag 166 So manches.

Und so schnell geht es, das abnehmen, wenn man nun recht lange recht normal gegessen hat.
Wieviel ich wiege, weiß ich nicht. Aber unter 50 Kilo auf jedenfall. Ich fühle mich gut, das ist das wichtigste dabei. Ich kann unter die Leute gehen, ohne mich unsagbar fett zu fühlen und meinem Bauch geht es auch so viel besser, unglaublich.

Das einzige, was mich stört, ist die Tatsache, dass ich gerade auf den Veganismus scheiße. Ich esse Fleisch, Eier und Käse und trinke Milch und mein Gewissen macht nur ganz ganz Leise Protest. Viel zu sehr genieße ich es, normale Dinge zu essen und mir Pizza zu gönnen und nicht verzichten zu müssen.

Gestern gegessen: Karotte, Pflaumen, Erdbeeren, Cranberries und getrocknete Pflaume; Rest Reis mit Soße, kleiner Pie, Stück Brot dazu schwarzen Tee; Kaffee mit Sojamilch; Salat mit Kürbis und Fetakäse, paar Pommer und fried Squid

Heute bisher: paar Stücke Wurst, Grapefruit, paar Cranberries, Mandeln, Cashews und schwarzen Tee; Scheibe Brot mit Avocado, Light Ricotta, Spinatsalat und Gurke; Schälchen Müsli mit Cornflakes und light Milch

Und ja, mein Heimweh ist unendlich! Ich zähle wirklich die Tage, die ich noch arbeiten muss. Die Tage, bis ich wieder daheim bin, in alter Umgebung, bei Freunden und Familie und mein richtiges Leben weiterleben kann. Im Ausland zu sein ist unglaublich toll und ich genieße es wirklich, im Paradies zu sein und tolles Wetter zu haben. Aber es ist nun einmal nicht mein Zuhause. Ich habe kein Zuhause hier und den Job, den ich jetzt habe könnte ich niemals langfristig durchziehen. Für den Moment ist es okay und gutes Geld. Aber es ist unglaublich anstrengend und Kräftezehrend. Da lobe ich mir doch meinen einfachen Cafe Job in Deutschland.

Heute werde ich außerdem nochmal umziehen, ein anderer Host, für eine Nacht. Morgen dann vermutlich ins Hostel, den ganzen restlichen Tag Strand. Wassermelone, Obst, Strand, vielleicht ein paar Freunde treffen und endlich mal meine Ruhe im Hostel haben. Mal sehen, wie lange ich dort bleibe...


Samstag, 15. März 2014

Tag 164 Abgenommen?!

Ich möchte ja mal nicht zu euphorisch klingen und wahrscheinlich ist einfach ganz viel Wasser verschwunden und mein Bauchgefühl besser. Aber mein Körper sieht so viel besser aus! Meine Arme, Beine, Bauch, alles. So langsam erkenne ich mich wieder.

Es kam auch kein einziger Kommentar meiner Kollegen, von wegen Zugenommen. Im Gegenteil. Als ich gestern Mittag mein Müsli auspackte und sie fragten, was ich denn da esse, meinten sie, dass ich daher so dünn bin.

Wie wichtig einem immer die Meinung anderer ist, total bescheuert eigentlich oder?

Naja, jedenfalls fühle ich mich großartig.

Pizza von gestern und heute morgen, Frühstück, unvegan, wtf?


Freitag, 14. März 2014

Tag 163 Es geht bergauf.

Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aber mir geht es gut! Als ich gestern all diese Dinge gegessen hatte und ich mit meinem dicken vollen Bauch auf dem Bett lag, in der Hitze und an meine bevorstehende erste Schicht auf der Arbeit nach Monaten dachte, ging es mir ganz ganz schlecht. Am liebsten hätte ich auf der Stelle meine Sachen gepackt und wäre heim geflogen. Keine Lust mehr, keine Lust mehr auf Kämpfen.

Dann raffte ich mich auf, machte mich fertig, Musik auf die Ohren und lief am Strand entlang zur Arbeit. Sah Männer an ihrem Auto stehen, die ihr Surfbrett zurecht machten, Kite Surfer im Wasser, spürte die heiße Sonne auf der Haut. Eins meiner Lieblingslieder begann und ich fühlte mich schlagartig einfach nur gut.

Die Arbeit verging wie im Flug. Es hat wirklich Spaß gemacht. Vor allem auch, weil ich da so viel laufe und das bewegen und unter Strom sein ist irgendwie ein echt angenehmes Gefühl nach dem ganzen Herumlungern der letzten Monate. Als ich mich später umzog musste ich auch feststellen, dass mein Körper sich garnicht so arg verändert hat. Keiner meiner Kollegen hat irgendwie komisch reagiert oder etwas gesagt. Vielleicht habe ich ja doch nicht so arg zugenommen, wie ich es die ganze Zeit dachte. Gegen Schichtende ging es auch meinem Bauch wieder sehr viel besser. Habe tatsächlich nichts mehr gegessen, bloß Sprudelwasser und Cola light getrunken und das in angemessenen Mengen. Nicht zuviel.

Habe mir dann nach der Arbeit mit meinen Kollegen und Freunden noch ein Cider gegönnt und saßen letztendlich bis halb 1 zusammen, haben gequatscht und gelacht.

Und wisst ihr, was ich auf dem Heimweg dachte (und es überrascht mich sehr, wo ich doch schon fast schmerzhaften Heimweh hatte). Ich wurde wehleidig bei dem Gedanken, nur so wenige Tage hier zu haben. Und dass ich gerne etwas länger bleiben würde. Arbeit, Strand, und so viele tolle Leute. Ordentlich Kohle verdienen... aber wie sagt man so schön, man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Und ich freue mich ja auch auf Zuhause! Aber im Paradies leben, Spaß haben und tolle exotische Dinge erleben, das klingt sehr viel besser als graues striktes Deutschland.
Mal sehen, was ich in 18 tagen dazu sagen werde...

Jedenfalls habe ich gerade echt Hunger. Es ist 9:44 und ich hätte nicht erwartet, mich so bald schon so viel besser fühlen zu können. Ich fühle mich großartig! Ich sehe zwar genau, wo an meinem Körper zusätzliches Fett ist, dass vor ein paar Wochen noch nicht vorhanden war. Aber wenn ich mich jeden Tag durch die Arbeit soviel bewege und normale Mengen esse, dann sollte das schneller runter sein, als ich gucken kann. Ich mein, seht euch an, was ich gestern alles gegessen habe. Allein die ganzen Müsliriegel nachmittags hatten sicher zusammen 600 Kalorien, dann müsse mit ewig vielen Kalorien. Trockenfrüchte hauen auch ganz schön rein, dann morgens die kalten Hauptspeisen aus dem Kühlschrank. Es klingt zwar alles immer so gesund, wenn ich das hier aufliste. Aber es sind nunmal Kalorien! Und es ist toll zu sehen, wie mein Stoffwechsel läuft und dass ich selbst mit Cider und sattessen doch abnehmen kann. Ich werde gucken, dass ich es nicht zu strikt halte und auch zu fettigem essen greife, um meine Kalorienzufuhr nicht allzu sehr runter zu fahren. Soviel muss ich garnicht abnehmen. Vielleicht 2-3 Kilo maximal und ich wäre erstmal voll und ganz beruhigt.


Desweiteren habe ich gemerkt, dass das Thema Vegan hier ganz weit weg ist leider. Als ich das erste Mal hier war, habe ich all die Speisen meiner Arbeit genossen und das kann und will ich mir dieses mal einfach nicht verwehren. Es ist ein wenig wie Seelen Streicheln, wenn ich hier eine Pizza esse oder Fishn Chips. Mal sehen, wie es meinem Gewissen damit geht.. aber gestern zum Beispiel habe ich eine Pizza vor der Tonne gerettet. Und die hat Schinken und Käse drauf, absolut nicht vegan, nichtmal vegetarisch. Die mache ich mir gleich warm und gönne mir ein paar Stücke als Frühstück. Vorher schon ausgiebig duschen, dann zum Strand. Ein wenig entspannen und dann zur Arbeit. Als Mittag/Abend essen gibt es Müsli mit Sojamilch und Apfel (falls nicht irgendwas anderes zur Verfügung steht). Zwischendurch vielleicht nen Sojamilch Kaffee, Wasser und Cola. Und spätabends das obligatorische Cider...

Soviel essen wird das dann heute hoffentlich nicht, was meinem Bauch dann wohl endgültig die Entspannung geben wird, die er braucht, um wieder 100 % fit zu sein. Und Hunger sollte ich eigentlich auch keinen haben, nach Pizza zum Frühstück. Aber momentan könnte ich wirklich Mengen verdrücken, unglaublich. Danke Körper, dass du trotz Bulimie und Magersucht noch so gut funktionierst!!




Donnerstag, 6. März 2014

Tag 155 Zugenommen?

Ich fühle mich furchtbar. Dick dick dick dick dick. Keine Ahnung, ob ich wirklich zugenommen habe und keine Ahnung, in wie weit das Wasser ist. Auch mein Bauch spinnt zur Zeit. Und ich esse wesentlich mehr, als mir lieb ist. Dazu noch Alkohol... Und ich habe andauernd Sodbrennen. Irgendwas stimmt ganz gewaltig nicht.

Heute Nacht konnte ich irgendwie nicht wirklich gut schlafen. War erst gegen vier im Bett und bereits um 9 wieder wach. Fühl mich wie gerädert.. dazu noch dieses Völlegefühl die ganze Zeit. Bäh bäh bäh
Kann es kaum erwarten, wenn wieder bessere Zeiten anbrechen. wenn ich wieder alles unter Kontrolle habe. Obwohl ich es hier eigentlich recht gut kontrollieren könnte, wenn ich wollte. Ich müsste bloß öfters mal nein sagen, wenn ich nein sagen kann.

Morgen.

Beziehungsweise Heute.

Denn noch ist heute nicht vorbei und ich muss mich echt zusammenreißen, denn heute steht noch abends ausgehen auf dem Plan. Mit Dinner. Aber ich werde gucken, dass ich da irgendwie drum herum komme. Gerade kann ich mir nicht vorstellen, jemals wieder hungrig zu sein. Habe sehr gesund, dafür aber viel zu viel gegessen. Unmengen an getrockneten Datteln und Feigen, Rosinen, dann Trauben, 2 Nektarinen, 1 riesige Kiwi, Viertel Wassermelone und einen Soja Cappuccino mit wenig Milch. Okay, eigentlich ist das echt nicht so viel. Aber diese Datteln haben schon ordentlich Kalorien. Aber ich brauchte das einfach heute mal, um meine Verdauung etwas zu ölen...
Werde dann jetzt erstmal nichts mehr essen. Es ist halb 2, wenn ich bis abends nicht esse, werde ich gewiss wieder etwas Platz für eine Kleinigkeit haben. Und beim Alkohol werde ich mich an maximal 1-2 Cider oder Wein oder so halten. Sollte den Rahmen jetzt nicht so arg sprengen...

Morgen würde ich gerne morgens wieder laufen. Dann duschen, frühstücken und raus. Wie toll wäre es, zum Frühstück mal nur eine Banane oder so zu essen?! Ich liebe es zwar momentan, morgens Toast mit Humus und Avocado zu essen, dazu Obst, Sojakaffee und vielleicht noch ein zweites Toast mit Tahini und Feigenmarmelade. Aber irgendwie geht es mir danach selten gut. Oft habe ich Sodbrennen und ich fühle mich absolut vollgestopft. Vielleicht mache ich mir auch einfach ein Müsli mit Banane, wenig Cornflakes? So als Alibi? Dieses Normal Essen ohne Waage macht mich verrückt. Scheiße man.

Ich möchte doch bloß wieder dünn sein...

Ich freue mich schon so darauf, wenn ich mir mein Essen wieder zu hundert Prozent selbst zusammenstellen kann. Wenn es morgens eine große Schale Obst gibt, vielleicht etwas Sojajoghurt, Leinsamen, grünen Tee. Später oder davor einen Sojacappuccino. Snacks in Form von getrockneten oder frischen Früchten, ein Brot, etwas veganen Kuchen oder wenn ich Lust auf richtig Mittag hab, dann viel Gemüse, Kartoffeln, reis, Whatever. Abends viel Gemüse, Tofu, Sojawürstchen etc. Viel Tee, Viel Kaffee, Cola light bei Süßlust.
Das ganze dann solange, bis ich mich wieder besser fühle. Bis die Waage etwas um 48 anzeigt, da würde ich gerne erstmal wieder hin. Viel mit Freunden unterwegs sein, Spaß haben, leckeres veganes Essen genießen. Veganismus ist auch echt ein super Grund, weshalb man oft nicht mitessen kann. Das könnte tatsächlich nochmal helfen in einigen Fällen.

Wenn ich an all das denke, bekomme ich richtig Heimweh. Ich sehne mich nach meiner Ruhe, nach meiner Kontrolle und nach meiner Sicherheit. Es ist ganz schön schwer, die Rolle einer Gesunden zu spielen, wenn ich nicht gesund bin. Ich mein, ich liebe essen. Ich liebe es, einen gedeckten Tisch zu haben, verschiedene Dinge zu probieren und zu schlemmen. Aber ich hasse das Völlegefühl und diese Angst, die damit verbunden ist. Nach dem Essen gehts mir selten gut. Entweder der Bauch mach Probleme oder das Gewissen. Ich sehne mich so sehr danach, einfach morgens aufzustehen, laufen zu gehen und in aller Ruhe ein schönes ausgedehntes Frühstück zu haben. Und sei es nur mit mir selbst.  Danach rausgehen, Freunde treffen, Kaffee trinken gehen, Arbeit, Uni, was auch immer. Abends heim, ein gesundes Abendessen, fertig.

Gleichzeitig genieße ich diese Zeit momentan auch. Ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr erbrochen oder einen richtigen Fressanfall gehabt. Außer das eine Mal mit dem Müsli, das war übel. Aber ansonsten läuft es recht normal ab. Ich lebe. Ich habe eine gute Zeit und überrasche mich selbst, wie normal essen doch sein kann. Andererseits macht genau das mir unglaubliche Angst. Es ist ja nicht für immer..

Also, was lernen wir nun? Nein sagen, wenn ich nein sagen kann. Versuchen, weniger Brot zu essen. Vielleicht gehts dann meinem Bauch besser... Alkohol ist schwierig! Allerdings bin ich ja nur noch bis Dienstag hier, es ist echt nicht mehr so lange also. Und danach klappts hoffentlich etwas besser.

Roman Ende.


Montag, 3. März 2014

Tag 152 49,8 endlos Appetit und Sport

Believe it or not, ich war heute morgen laufen. Endlich mal wieder! Die neuen Schuhe sind richtig klasse, haben mir leider aber eine Blase am kleinen Zeh verschafft.
Danach habe ich die Wäsche gemacht, ausgiebig geduscht und gefrühstückt. Es gab den Rest Wassermelone, Karotten, einen großen Soja Cappuccino, grünen Tee, paar Trauben, Mandeln, getrocknete Feigen und Datteln und eben noch einen Smoothie aus Banane, Beeren und etwas Kokos.


Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Waage sagte erst 50,5, nach dem Laufen 49,8 und nach dem Duschen 49,3 an. Find ich okay, hatte mit mehr gerechnet. Damit kann man arbeiten!

Was heute noch passiert? Wohlmöglich Treff ich gegen drei ein paar Freunde und werde mit denen den restlichen Tag verbringen. Also doch kein kochen mit meiner WG? Ich bin verwirrt. Auf jedenfall wird es mich beschäftigen, kann grad mal wieder nicht aufhören zu essen. Trauben Trauben Trauben.

Die nächsten Tage wird es essenstechnisch hoffentlich besser. Ich werde dann nämlich bei den Freunden wohnen und kann mich nichtmehr rund um die Uhr vollstopfen, sondern esse geregelter. Kann dann zwar nicht sonderlich entscheiden, was ich esse. Aber solange es kleine Portionen sind, sollte das kein Ding sein. Plus Sport natürlich!



Sonntag, 2. März 2014

Tag 151

Eigentlich gibt es nichts neues. Der Abend gestern war bombastisch! Leider bin ich nicht stark geblieben und habe beim BBQ einen veganen Patty mit etwas Brot, Salat ohne Soße und Pommer mit Barbecue Sauce gegessen. Dazu massig Cider und später im Club noch andere Drinks.
Heute habe ich dann lange geschlafen und gegen eins mit den anderen zusammen gefrühstückt. Anderthalb Scheiben Toast mit Humus, Avocado, Temamel (weiß nicht genau, wie das geschrieben wird; auf Besam Basis) mit Feigen Marmelade. Soja Cappuccino, Nektarine, viele Trauben, paar getrocknete Datteln und Feigen.
Sind dann irgendwann heim gefahren, habe lange und ausgiebig geduscht und dann gekocht, weil ich schon wieder Hunger hatte. Gab eine Kartoffel, etwas Süßkartoffel, Gemüse, Mais, Bohnen, Humus und Barbecue Sauce. Abartige Mischung, schmeckt aber echt gut.



Das wars dann an essen für heute. Fühl mich echt nicht wohl in meinem Körper. Die Jungs haben gefragt, ob ich heute zu denen kommen mag. Aber ich würd lieber heut Abend in Ruhe ein paar Sachen nachsehen, morgen früh erst ein wenig laufen gehen (hab neue Laufschuhe gekauft, endlich!), dann in Ruhe mein Obst aufessen und zum Strand.



Wenn alles gut geht, holen die Jungs mich dann ab und wir verbringen die nächsten Tage zusammen. Heißt, absolute Kontrolllosigkeit beim Essen. Ich werde mich nach denen richten müssen. Was aber eigentlich gut ist. Denn in der Regel kontrolliere ich mich dann eher, als wenn ich völlige Freiheit habe und mich dann vollstopfe.
Morgen werde ich mich wahrscheinlich das erste mal wieder wiegen können und ich habe Angst. Habe mich wirklich dicker gefühlt. Allerdings habe ich mir auch nochmal Fotos der letzten Monate angesehen und auf manchen sehe ich doch garnicht so dünn aus. Ich frag mich, woher das kommen kann? Weil ich eigentlich recht wenig gegessen habe in der Zeit und das Gewicht anscheinend doch nicht wirklich runter ging. Oder ging es vielleicht nur unheimlich schnell wieder rauf, sobald ich wieder mehr essen konnte nach dem Reisen?

Wie dem auch sei, morgen früh laufe, duschen, Wassermelone, Trauben, Nektarinen, vielleicht ein paar getrocknete Früchte und eine grooooße Tasse Sojamilchkaffee. Dann organisieren, dass die Jungs mich im laufe des Tages abholen und abends dann wohl zusammen mit denen irgendwas essen und so.  Ich wünsch euch was!

Freitag, 28. Februar 2014

Tag 149 Schokolade

Heute ist ein Schokoladentag. Das brauche ich jetzt. Draußen regnet es und meine Motivation, etwas zu unternehmen, beträgt gleich null. Von daher gönne ich mir heute einen gemütlichen Tag und Schokolade.
Dabei lese ich viele alte Blogs durch und sehe mir alte Bilder an, schwelge in Erinnerungen und verliere mich im Heimweh. Wobei sich dann endlich die Frage klärt, woher genau das Heimweh kommt: Essstörung.
Kaum habe ich ein wenig zugenommen und finde meine Kontrolle nicht mehr, sehne ich mich nach der Vergangenheit. Zuhause bedeutet für mich gerade, ein eigenes Zuhause, ein eigenes Zimmer, Kontrolle und ungestört dem Abnehmen nachgehen.
Will ich das? Ich mein, mittlerweile kann ich Abnehmen und Leben ganz gut kombinieren und gehe viel aus, treffe mich mit Freunden. Aber ich habe Angst, dass Zuhause die Essstörung wieder absolut übermächtig wird. Dass ich vielleicht wieder erbreche, weil ich es dann eben wieder problemlos kann.

Wenn ich mir meine Fotos so ansehe und meine alten Texte so durchlese, sehne ich mich unheimlich nach dieser Kontrolle von damals, nach den 44 Kilo. Ob ich da jemals nochmal hinkommen werde?

Was mir so durch den Kopf geht, wenn ich an zuhause denke: Freunde treffen, ausgehen, viel unternehmen. Gesund kochen, viel Obst und Gemüse, vielleicht wieder etwas Sport. Hauptnahrungsmittel: Obst, Gemüse, getrocknete Früchte, Sojajoghurt und Sojamilch, Tofu, Kartoffeln, Reis, Quinoa, Vollkornbrot und vegane Aufstriche, Kaffee, vegane Snacks (Kuchen, Knabbereien). Kein Kalorienzählen, einfach gucken, dass ich zufrieden und nicht vollgestopft bin. Dass ich durchschlafen kann. Und dass ich auf nichts verzichten muss.
Wenn dann das Gewicht langsam sinkt, wäre es perfekt.

Momentan ist es ja bei 49-50 Kilo und solange ich keine Fressattacken habe, ist das auch recht stabil.

Ab nächster Woche kommt leider nochmal eine unvegane Zeit. Ich werde wieder in meinem alten Job arbeiten und da gibt es viel Essen. Für mich heisst es: Kein im Gehen essen, kein heimlich essen (ist während der Arbeit verboten). Ich werde mir Müsli im Spind lassen und falls mir nicht nach Essen bestellen ist, einfach Müsli mit Apfel oder so essen. Gesund, sättigend, preiswert. Wenn ich die Chance auf Pizza, Burger o.Ä. habe, sage ich bestimmt nicht nein. Warum das ganze? Weil ich ne Menge Geld spare, wenn ich das Essen dort esse, das sonst ohnehin in der Tonne landet. Und weil ich vorher noch nicht vegan war und mir die Prozedur des Erklärens und Rechtfertigens ersparen möchte..

Mein Tag sieht dann in etwa so aus: Kaffee mit Sojamilch oder Müsli, Obst, Trockenfrüchte; oder wenn vorhanden Leftovers; dann arbeiten und in der Pause dann eben Müsli oder eine normale Portion von dem, was halt da ist; viel Cola light, viel Wasser
Vor der Arbeit werde ich versuchen, Sport zu treiben. Dafür hole ich mir morgen auch noch Sportschuhe. Aber meine Wohnung liegt direkt am Strand, da kann man richtig schön morgens an der Promenade entlang laufen und das werde ich dann versuchen zu machen. Außerdem laufe ich in meinem Job echt viel, das darf man auch nicht unterschätzen.

Frühstück

Ich werde dann bis April keine Waage mehr haben, das ist vielleicht besser so. Einfach nochmal ne gute Zeit haben, nie zuviel essen, sodass ich abends auch spontan noch mit trinken und feiern könnte. Da möchte ich nicht mehr so viel verpassen...

Promenade

Aber ganz im Ernst, wenn mein Tag im Idealfall aus Sojakaffee (50kcal), Früchten und Trockenfrüchten sowie nachmittags/abends aus einer normalen Portion von normalem Essen besteht und hin und wieder Alkohol, kann ich ja wohl kaum zunehmen. Und ich werde nicht am Obst geizen. Auch, wenn das hier echt teuer ist. Es wird regelmäßig zum Supermarkt gelatscht und die Schnäppchen gejagt.

Morgen steht also an:
Aufstehen, Duschen, Trauben/Melone/Sojamilchkaffee
Spaziergang zur Stadt, Laufschuhe/normale Schuhe kaufen, Jaycar Umtausch, Aldi Cider, Cola, Datteln und eventuell frisches Obst kaufen
Spaziergang zurück, falls nicht zu müde
von nem Freund abgeholt werden, zu einer Parade gehen, Alkohol trinken, ausgehen und Spaß haben

Sonntag viel Obst und Gemüse essen, spazieren gehen

Montag, falls regen, Uni ansehen

Dienstag Strand

Ich freue mich einfach schon so sehr darauf, mich wieder komplett wohlzufühlen. Es ist noch nicht allzulange her!! Und ich freue mich darauf, das Projekt Vegan in Deutschland richtig anzugehen.


hat eine Mitbewohnerin gebacken: Vegane Müsli Cupcakes