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Donnerstag, 14. Mai 2015

Ich lebe noch..

Mich gibt es noch. Wenn auch 'ich existiere noch' besser passen würde. Ich scheine und strahle nach außen hin und in mir drin bröckelt es. Es ist nicht, weil ich unglücklich mit meinem Leben bin. Es ist einzig und allein wegen dieser dummen Essstörung.
Ich habe wieder angefangen zu erbrechen. Nicht oft, aber es kommt vor. Dadurch habe ich wohl etwas zu genommen. Ich fühle mich so unsagbar unwohl und bekomme mein Essen momentan einfach nicht in den Griff. Dieser unsagbare Appetit die ganze Zeit treibt mich noch in den Wahnsinn. Ich esse einfach den ganzen Tag, lebe nur dafür. Morgen treffe ich mich abends mit Freunden und wir gehen aus und ich habe keinen blassen Schimmer, wie ich es bis abends mit relativ wenig Essen hinbekommen sollte. Es ist unmöglich ein Treffen zum Essen gehen zu machen, weil ich vorher schon so viel in mich reinstopfe, dass ich nicht mehr essen kann/möchte. Ich weiß echt nicht, was ich machen kann, damit das aufhört...
Dann esse ich wieder Fleisch hin und wieder, was mir echt zusätzlich zu schaffen macht.
Wie komme ich zurück zum kontrollierten Essen? Es scheint mir unmöglich momentan.

Und das ist genau das, was mich unsicher und unglücklich macht. Wie soll ich ein sorgloses Leben führen, wenn Essen immerzu ein Problem ist? Selbst, wenn es gut läuft, besteht immer die Gefahr, dass es sich schlagartig ändert.

Und durch das sich unwohlfühlen und den Appetit kommen dann die Bulimie Rückfälle. Und die machen alles nur noch schlimmer...

Ich werde versuchen, morgen möglichst den ganzen Tag aus dem Haus zu sein und das Thema einfach zu vermeiden. Ein Frühstück hier und dann gehts raus. Muss ohnehin ein paar Sachen erledigen, das passt dann ganz gut.

Dieser Kampf gegen die Bulimie ist so unglaublich hart manchmal. Wie bringe ich meinem Kopf bloß bei, dass Bulimie kein Weg zum Schlanksein ist? Der begreift das einfach nicht. Jedesmal, wenn ich zuviel esse und in sich in meinem Kopf ein Schalter umlegt und ich auf alles scheiße und weiter fresse und danach erbreche, nehme ich bloß noch mehr zu.
Wobei man sagen muss, dass es vermutlich nicht halb so dramatisch ist mit der Zunahme, wie das jetzt klingt. Vielleicht 2 oder 3 Kilo, wo ich dann nun bei 52 Kilo oder so wäre? Aber ich fühle mich übel und unwohl und das macht mich fast wahnsinnig.

Keine Ahnung, warum ich das alles jetzt schreibe. Aber irgendwie muss es raus und da niemand von meiner Essstörung offiziell weiß, kann ich sonst nie darüber reden.

Danke liebes Internet.

eine der wenigen Male wo ich tatsächlich gekocht habe...

Montag, 14. Juli 2014

Tag5 und worst Körperfeeling ever

Oh man, ich fühle mich furchtbar. Dick dick dick... und da kommt dann normalerweise die Bulimie ins Spiel. Aber ich muss stark bleiben. Jedesmal schaffe ich es bis zum 4. oder 5. Tag und dann habe ich einen Rückfall, dem leider weitere übele Tage folgen. Das Resultat? Ich fühle mich schlecht. Ich werde dicker, ich fühle mich kraftlos und sinnlos und bin einfach nur enttäuscht und traurig. Die Tage darauf sind der Horror, ich traue mich kaum unter Freunde und isoliere mich. Und das alles, weil ich in einem schwachen Moment dachte "Warum nicht". Ja ernsthaft, mehr ist es nicht. Ich denke mir, dass ich ohnehin Zeit habe, genug Lebensmittel da habe und es mir dadurch besser geht. Ein wenig besser geht es mir tatsächlich, aber nur kurz. Es ist wie ein Rausch und sobald der vorbei ist und die Realität sichtbar wird, fängt das eigentliche Grauen an.

Nun, ein bisschen muss ich noch durchhalten. Noch etwa 2 Wochen, dann darf ich endlich in die Freiheit und fliege nach Australien. 2 Wochen. Es wäre so toll, wenn ich diese zwei Wochen bulimiefrei überstehen würde.. aber wenn ich am 5. Tag schon so strauchle..

Heute habe ich viel Obst gegessen bisher. Einen Sojacappuccino, ein paar Haferflocken und etwas Reis mit Gurke, in Algenpapier gewickelt. Ich esse viel Rohkost, viel frisches Obst und Tomaten oder Gurke zum Knabbern. Denn, auch wenn es anfangs einen dicken Bauch macht durch die Verdauung, so tut es doch langfristig gut. Meine Verdauung arbeitet, es erfrischt und gibt meinem Körper all dieNährstoffe, die er braucht. Das vegane Leben ist wirklich nicht schwer, wenn man es so sieht. ich denke, es wird schwerer, wenn ich wirklich wieder in die richtige Welt komme, wo man normal kocht und mit Leuten unterwegs ist. Spontan irgendwo isst, an Buffets kommt oder zu Veranstaltungen, auf denen an Veganer nicht gedacht wurde. Aber ich merke auch, wie sich diese Einstellung zum Essen und meiner Umwelt einbrennt. Das Gewissen meldet sich. Fleisch würde ich weiß Gott nicht wieder anrühren. Milch und Käse mag ich nicht einmal pur. Allerdings mag ich Pizza, Gebäck. Vor allem mag ich es, frei zu sein. Und doof gesagt, aber manchmal ist man das als Veganer eben nicht. Komme ich in ein normales Restaurant, kann ich Salat ohne Joghurt Dressing oder Pommer bestellen. Oder Pasta ohne Butter, Sahne und Käse. Manchmal schränkt es ein. Aber seien wir mal ehrlich: Es nimmt einem auch vielerlei Entscheidungen ab, die uns Essgestörten ohnehin schwer fallen.

Nun, Vegansein strengt mich momentan absolut nicht an. Bulimieanfälle, da esse ich meist doch alles querbeet. Aber was neu ist: Ich fühle mich schlecht. Ich greife eher zu den Salzstangen als zu den Chips wo Milch oder Tierprodukte drin sein können manchmal. Oder lasse die Schokekse komplett stehen. Ich denke, wenn ich wieder alleine wohne und mir nicht alle Lebensmittel teile (ich kaufe auch das meiner Mitbewohner nach, total bescheuert), dann wird das Problem einfach nicht mehr da sein. Und in Australien siegt mein Geizhals: Zu teuer!

Noch ein paar Essensbilder der letzten Tage:

Frühstück letztens: Veganer Blaubeerekuchen, Minze-Ingwer-Grüntee, paar Erdbeeren und Kirschen

Abendessen: In Algenpapier gewickeltes gedünstetes Gemüse mit Sojajoghurt und Sweet Chili Sauce



Grüntee mit frischer Minze und Ingwer

Frische Melone

Gefrohrene Jackfruit aus dem Asiashop, so lecker!


Banane, gefrohrene Himbeeren, frische Brombeeren und Gerstengraspulver

Und so sehen die Rollen vor dem Rollen aus

Frühstück heute: frisches Obst und Sojamilchkaffee

Montag, 7. Juli 2014

Ich komme nicht klar.

Viel zu sehr nimmt mich die Bulimie ein und ich stelle fest, dass genau DAS mitunter das Problem für mich in Deutschland ist. Ob es an der alten Umgebung liegt, meinen Eltern oder einfach an mir selbst.. das weiß ich nicht. Fakt ist, dass die Bulimie riesengroß ist und mein Denken bestimmt. Mich einnimmt, mich umspontan und alleine macht. Wie konnte es bloß so weit kommen?
Nun lege ich alle Hoffnung in meine nächste Reise. Dass ich in dem Jahr wieder Abstand nehmen kann zu der Essstörung und diese beibehalte, wenn ich zurück komme. Ich denke, allein die Tatsache, dass ich wieder bei meinen Eltern gewohnt habe jetzt, war ein großes Problem.

Ich werde also nochmal weggehen, höchste Woche schon, für 9 Monate. Und ich denke, dass es neun Monate ohne Bulimie werden. Vegane Ernährung, viel Spaß und viele Erfahrungen sollen stattdessen eine Rolle spielen.

Mittlerweile ernähre ich mich wirklich ausschließlich vegan, außer bei Essbrech Anfällen. Es fällt mir kaum schwer, wo ich ja momentan ohnehin wenig unterwegs bin... wie traurig. Wenn ich daran denke, wie lebenswert mein Leben noch vor ein paar Monaten war und dass das alles verschwunden ist. Manchmal ist mein Körper so fertig, dass ich nur noch Hoffnungslosigkeit spüre. So eine tiefe Sinnlosigkeit und alles erscheint unschaffbar. Ich frage mich dann, wie ich jemals wieder sozial sein kann, normale Gespräche führe oder mal einen Tag nichts mache und damit glücklich bin. Tiefe Langeweile macht sich breit, keine Freude an garnichts mehr. Das, was mir vor kurzem noch gut tat und geholfen hat, erscheint belanglos. Ich könnte ewig so weiterschreiten.. es ist bloß so traurig zu sehen. Und das alles wegen dieser dummen Essstörung.

In Australien habe ich so gut gelernt, trotz Essstörung ein tolles Leben zu führen. Ich habe relativ normal gegessen, wodurch ich spontan sein und einfach leben konnte. Es erleichtert ungemein, wenn das eigene Essverhalten so ist, wie das jedes anderen gesunden Menschen. Wenn man Pizza ist und abends ein Bier trinkt ohne Angst. Natürlich wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass es IMMER geklappt hat. Nicht immer, aber meistens. Meistens stand mir meine gestörte Ernährung und der Abnehmwille nicht im Weg. Und mein Körper zeigte mir, dass das auch nicht so sein muss.
Und nun ist alles wieder furchtbar kompliziert und schwerfällig. Anstatt bei meinen Freunden zu bleiben, gehe ich abends heim, um mein Essen zu kochen. Und oft genug kam es vor, dass es nicht reichte und ich vor Hunger wach lag oder es ausartete und eine Bulimie Attacke hatte und wohl sogar Kalorien gespart hätte, wäre ich einfach bei meinen Freunden geblieben und hätte mit ihnen gegessen.

Ich fühle mich bloß so furchtbar dick. 2 Kilo mehr...

Der Knackpunkt liegt bei mir wirklich darin, dass ich a) selbst für mein Essen sorgen und verantwortlich sein muss und nicht meine Eltern und b) viel unterwegs bin, aufgaben habe und mich nützlich fühle.

Außerdem merke ich, dass viel Obst und Gemüse mir sehr gut tut. Oftmals esse ich bis abends bloß Obst und trinke Kaffee mit Sojamilch und fahre damit sehr gut und auch ohne Heißhunger. Ich trinke auch weniger während des Essens, wodurch tatsächlich Heißhunger ausbleibt. Einen Essbrechanfall wegen Heißhunger hatte ich eigentlich schon ewig nicht mehr.. es war immer mehr emotionaler Natur.

Nun, ich möchte auch hier wieder mehr schreiben und mir Rat von euch holen. Es hilft schon sehr. Denn man trägt Tag ein Tag aus ein riesiges schwarzes Geheimnis mit sich herum, wenn man bulimisch ist. Und es hilft, Gedanken dazu auszutauschen..

Noch ein paar Bilder:
Frische Früchte und Kaffee und ich bin glücklich




Mango, sojamilch, Gerstengras. Lecker und gesund!


veganer Käsekuchen

Montag, 31. März 2014

Tag 179 Essstörungstrott

Ein Kommentar hat mich stutzig gemacht. Sehne ich mich nach dem Essstörungstrott? Diesem Alltag, der einem Sicherheit vorgaukelt, weil es eine kleine Welt ist, in die man sich zurück zieht. Nach was genau sehne ich mich da?
Jetzt im Moment ist die Sehnsucht wieder da. Ich möchte wieder komplette Kontrolle, ich sehne mich sogar nach der verschissenen Bulimie und habe wahnsinnige Angst, denn genau in diesem Moment weiß ich, dass ich wieder essen und erbrechen werde. Scheiße... habe ich in diesem halben Jahr denn nichts gelernt? Normal essen ist so viel besser und gesünder. Wonach genau sehne ich mich? Ich sehne mich nach dem Dünnsein und nach dem Beruhigenden Gefühl. Ehrlich gesagt hatte ich das oft nach dem Erbrechen. Ich war beruhigt, dass mein Magen wieder leer war. Es war ein gutes Gefühl. Auch wenn ich ganz genau weiß, dass ich trotz diesem beruhigenden Gefühl nicht glücklich war.... also, warum sehne ich mich nach dem Scheiß?!

Die letzten Tage waren ereignislos. Und das stört mich. Ich möchte Abenteuer erleben! Und wenn ich das schon nicht kann, dann möchte ich zumindest Geld verdienen und abnehmen. Aber momentan tue ich irgendwie nichts von alledem und das kotzt mich an. Ich bin zu geizig, um mir Obst und Gemüse zu kaufen, zu geizig, um Ausflüge zu bezahlen. Und zu ängstlich, um jeden Abend flüssige Alkoholkalorien in mich hinein zu kippen. Was genau soll ich dann noch hier?!

Vermutlich werde ich in den nächsten Tagen meinen Heimflug buchen und abdampfen. Keine Ahnung, warum ich das nicht jetzt schon mache. Irgendwie muss noch was passieren, ehe ich auf wieder sehen sagen kann. Beispielsweise ist da ein Kerl, den ich ziemlich toll finde und irgendwie passiert aber nichts zwischen uns. Wir sehen uns auch leider viel zu selten. Er arbeitet mit mir zusammen. Und dadurch, dass ich momentan so wenig arbeite, sehe ich ihn leider viel zu selten.Könnte er meine Meinung ändern, sodass ich bleibe..?

Besuch auf dem australischen Lande..

Samstag, 22. März 2014

Tag 171 Schlaflos im Hostel

Gott, wie ich das Hostelleben vermisst habe. Ironie aus. Heute Nacht meinten zwei Mädels in meinem Zimmer, dass sie reden müssten. Gegen 5 Uhr morgens, nachdem ich ca 4 Stunden geschlafen hatte. Danke dafür!

Dementsprechend scheiße fühle ich mich nun und habe auch schon viel zu viel gegessen. Man ey, irgendwie gehts momentan einfach nicht anders. Dabei fühle ich mich so so unwohl und mag einfach nur wieder dünn sein. Aber wie?

Bisher Stück Pizza, Müsli, Nüsse, Banane, Pflaumen gegessen. Wird noch was kommen. Dann Strand. Dann Arbeit. Ich will schlafen....

Freitag, 21. März 2014

Tag 170 Hass.

Noch 10 Tage. 10 Tage, die ich so schön wie möglich gestalten sollte.
Stattdessen machen sie mir Angst. Denn ich kann weder richtig schlafen, noch in Ruhe kochen oder essen. Führt dazu, dass ich zuviel esse, zu wenig schlafe und mich scheiße fühle. Zunehme. Und mich noch schlechter fühle. Und das im Paradies.

Das sind so Momente, in denen ich die Essstörung wirklich hasse. Wenn sie einem so etwas verdirbt. Denn ganz ehrlich, hauptsächlich freue ich mich auf zuhause, weil ich an meine Kontrolle denke. Weil ich daran denke, wieviel besser ich mich fühlen werde, weil ich geregelt essen kann. Weil ich mich aufs wieder abnehmen freue. Ich denke, nach dem ganzen Essen werden die ersten Kilos doch recht schnell runter gehen.

Und wenn ich das dann nochmal von außen betrachte, diese Freude auf das Ausleben der Essstörung, dann werde ich ganz traurig. Das hier gerade ist MEINE Zeit. Ich bin im Ausland und sammle Erfahrungen, aber alles wird immerzu überschattet von der blöden Essstörung.

Ich wette wette wette, sobald ich wieder zuhause bin, die ersten Tage vergangen sind und ich realisiert habe, was eigentlich passiert ist, dann werde ich ganz traurig werden. Und ich werde das alles vermutlich schrecklich vermissen. Aber was genau werde ich vermissen? Ich mein, mein Job hier geht mir so oft unglaublich auf den Geist. Ich könnte das keinen Monat länger machen. Und trotzdem macht mir die Sache an sich unheimlich Spaß. Dieses Zugehörigkeitsgefühl, das Herumalbern mit Kunden und Kollegen. Vorgestern waren wir alle zusammen feiern und es war richtig toll!

Aber ganz ehrlich, meine Zeit hier ist abgelaufen. Entweder ich ziehe hier komplett hin und ändere, was mich stört. Suche nen zweiten Job als Abwechslung, suche eine richtige Wohnung und bringe etwas Routine in mein Leben. Oder ich belasse es dabei, gehe zurück nach Deutschland mit vielen tollen Erinnerungen. Ein komisches Gefühl...

Vor allem habe ich Angst, weil ich ganz genau weiß, was auf mich zukommt. Ich werde zurück fliegen, komplett durcheinander sein. Den Flug überstehen, in Deutschland von einem Freund abgeholt werden. Vermutlich garnicht wissen, womit ich beim Erzählen anfange.. Eltern überraschen, von deren Freude angeekelt sein (irgendwie ist mir deren Liebe immer zu viel...... was für eine Tochter bin ich?!), dann wohl direkt weiter zu einem meiner besten Freunde. Vielleicht noch paar andere besuchen. Vermutlich abends essen gehen oder einsam daheim sein und wieder das alte Leben leben.
Dann nächster Morgen. Ich liebe Morgende, die sind so frisch und unschuldig. Ich werde die Ruhe genießen, vielleicht laufen gehen und dann bei einer Fernsehsendung ein ausgedehntes Frühstück genießen. (bis dahin werde ich noch glücklich sein)
Bloß dann heisst es, Tag füllen. Was mache ich? Ich werde meine alte Arbeit besuchen und gucken, ob die Arbeit für mich haben. Ich werde Freunde treffen, Kaffee trinken gehen. Meinen Krams im Keller ausmisten, Klamotten auf Kleiderkreisel verscheuern. Einkaufen gehen und anfangen mit der Wohnungssuche. Ganz viel feiern gehen. Abnehmen. Und dann wird sich wieder die Normalität einstellen und ich werde realisieren, dass mich eben diese nicht glücklich macht. Dass mich das Leben in Deutschland auf lange Sicht langweilt. Und dann werde ich traurig werden und diesen Ort hier ganz schrecklich vermissen..... so sehr ich mich jetzt nach Hause wünsche. Hier geht es mir besser. Diese komplizierte Logik ist unglaublich anstrengend im Kopf. Plus körperliches Unwohlsein JUHU

A propos Körper. Wie schaffe ich es bloß, wieder etwas Normalität rein zu bekommen? Zum Beispiel heute Morgen. Erst Trauben, 2 Nektarinen, 3 Pflaumen und zwei normale Portionen Müsli mit Sojamilch. Wollte mal was gesundes frühstücken. Dann aber Pizza... warum quäle ich mich immer damit, indem ich sowas mit nach Hause nehme? Am besten wäre es, ich würde die dort lassen, wo sie hingehört. Nämlich auf der Arbeit! Ganz ehrlich, zu welchem Zeitpunkt brauche ich Pizza? Ich habe Müsli, ich habe Müsliriegel und ansonsten sollte ich nicht geizen und mir Obst kaufen. Stattdessen nehme ich Pizza mit nach Hause und esse sie und fühle mich schlecht. Genießen tu ich es trotzdem...
Jedenfalls fühle ich mich scheiße, weil ich unglaublich müde von zu wenig schlaf bin. Und mein Bauch weh tut von der Pizza. Versuche, erstmal nichts mehr zu essen. Erst in meiner Pause auf Arbeit wieder. Plus Cider nach der Arbeit, thats it.
Und Kaffee, vielleicht etwas Sojamilch und Cola light. Da wäre das Pizza Dilemma dann zu verkraften.

Mal sehen wie ich das durchhalte. Mein Körper könnte es echt gebrauchen, ich fühle mich so unwohl dick...

Jetzt geh ich erstmal an den Strand. Die nächsten Tage soll das Wetter schlechter werden. warum nur? Was soll ich denn bitte machen, wenn es hier regnet? Besonders, weil einem dann auch meist die Arbeit gestrichen wird, weil keine Kunden kommen. Das wäre eine grauenvolle letzte Woche, die sicherlich mit viel zu viel essen und Alkohol enden würde....

Frühstück von gestern 

Paradies?

Mittwoch, 19. März 2014

Tag 168

Noch 12 Tage, zwölf. Ich kann es irgendwie kaum fassen. Einerseits diese unglaubliche Vorfreude, diese Erleichterung und die Hoffnung, dass dann alles einfacher wird. Wieder ein richtiges Zuhause haben und niemanden nerven und unabhängig leben können. Mein eigenes Essen kaufen und lagern können, in Ruhe kochen und essen können von meinem eigenen Geschirr. Meine Zimmertür schließen, wann immer ich will. Komplette Ruhe, wann immer ich will.
Andererseits habe ich Angst. Als ich letztes Jahr aufbrach, war ich nicht glücklich. Die Bulimie war riesengroß und ich hatte Probleme, glücklich und zufrieden zu sein. Glücklich und zufrieden bin ich auch hier nicht. Aber ich fürchte, dass ich wieder Essattacken bekomme, sobald ich daheim bin. Eben, weil ich es kann und es so einfach ist und dabei dann noch so gut tut.
Ich muss stark bleiben und mich an alles erinnern. An dieses schlechte Gewissen und dieses ständige Unwohlsein. Das Unwohlsein im Bauch, Wassereinlagerungen.
Ich mein, jetzt so fühle ich mich auch nicht gut. Meine Verdauung spinnt! Und sobald ich etwas mehr esse, fühle ich mich sofort unglaublich scheusslich. Wassereinlagerungen und ein aufgeblähter Bauch... dafür aber, wenn es gut bzw normal läuft, fühle ich mich absolut großartig. Keine geschwollenen Backen oder andere Bulimie bedingten Überbleibsel. Ich glaube, mein Gesicht war selten so schön, wie es jetzt ist. Wenn ich dann noch etwas mehr Normalität in meine Ernährung bekäme und aufhören würde zu schlingen... aber ganz ehrlich, ich denke, dass das zuhause besser wird. Denn da kann ich in Ruhe essen. Kann essen, was ich einkaufe und muss keine Angst haben, irgendetwas falsches zu tun in einem fremden Haushalt. Ich werde wieder in meinem Haushalt sein. Kann in aller Ruhe mein Frühstück genießen morgens ohne Angst zu haben, dass ein unbekannter durch die Tür kommt. Ich kann meine Wochenenden ausleben. Morgens Frühstück und dann tagsüber bloß Kaffee, Cola, Wasser und abends Alkohol. Irgendwie ist das mein Ding, damit fühle ich mich wohl. Es hier auszuleben, das geht irgendwie nicht. Immerzu muss ich mich rechtfertigen oder habe schlichtweg nicht die richtigen Lebensmittel dafür. Oder ich versuche zu sparen und esse anstatt bloß Obst morgens ganz viele Haferflocken. Ist ja billiger, da es mehr satt macht und weniger kostet. Versteht meine Logik nicht, sie ist nicht vorhanden...

Jedenfalls freue ich mich auf meine Kontrolle und meine Macht. Die Macht, zu entscheiden.

Gestern gabs Obst am Strand, was allerdings die reinste Tortur war. Fliegen, Sand und Wind haben das zu einem wohl einmaligen Erlebnis gemacht.






Abends dann gewohnt hektisch alles mögliche herunter geschlungen. Ganz viele Nüsse und rohes Müsli, dann eine kleine Schale Müsli mit Sojamilch, sowie ein Sandwich mit Humus, Avocado, Gurke und Sweet Chilli Sauce. Hab auch etwas Veggiemite draufgeschmiert.




Ich glaub, das wars? Weiß grad nicht mehr.. aber genau das meine ich. Es war so durcheinander, ich habe im gehen und stehen gegegessen und es nicht genossen und war letztendlich froh, als es vorbei war. Ich sehne mich so sehr danach, mich an MEINEN Tisch zu setzten mit MEINEM Geschirr und MEINEM Essen und meine RUHE zu haben dabei. Oder vielleicht Freunde oder so dabei habe. Aber nicht so. Ironischerweise liegt es ja letztendlich doch an mir, aber da bin ich dann zu geizig, jedesmal in ein Cafe oder ähnlichem zu gehen. Wie dem auch sei, bald ists vorbei...

Heute morgen habe ich mich wieder richtig unwohl gefühlt. Aufgedunsen, fett. Lag lange im Bett und hab gelesen, dann geduscht und ein Müsli zubereitet. Aber auch hier wieder ganz viele Nüsse im Gehen und Stehen gegessen. Gott, was eine furchtbare Angewohnheit. Besonders mit Nüssen!!



Den restlichen tag wird es nichts mehr geben, ich gebe mir alle Mühe. Stattdessen dann heute Abend Alkohol, den ich genießen möchte.

Jetzt gleich gehts erstmal zum Strand, wo ich vermutlich Freunde treffe. Später heim, duschen, sagen, ich würde essen und abends dann Freunde treffen und zusammen ausgehen. Cider!

Wenn ich das so durchziehe, werde ich mich morgen wohl wieder um einiges besser fühlen.
Morgen heißts dann aufstehen, vielleicht duschen, möglichst nichts essen (obwohl ich das gewiss nicht schaffe, so, wie ich mich kenne...) und rüber zum Hostel laufen. Das alles vor Zwölf! Dann zur Arbeit, irgendwann davor essen. Oder einfach auf Arbeit schnell was zwischen die Kiemen..? Allerdings kann das gefährlich werden, weil ich dann zum Überessen neige. Wenn ich es schon so kaum kontrollieren kann, würde ich mich bei dem reichhaltigen essensangebot wohl kaum beherrschen können....

Dienstag, 11. März 2014

Immernoch Tag 160 (ein Glück....)

Was war das denn heute? Ich fasse kurz zusammen: Eine Banane, eine Nektarine, unzählige Trauben, getrocknete Datteln und Feigen, Nüsse, Tee. VIEL. Dann Kichererbsen Quinoa Salat, teilweise eingewickelt und Algenpapier; viel Humus, viel Thunfisch und Seelachs (Whatthefuck), eine Kiwi.
Danach übelste Bauchschmerzen, Völlegefühl, aufgeblähte Kugel. Gehe mechanisch zur Vorratskammer, Müsliriegel in die Hand. Sehe mich um. Kotzen? Lege das Zeug zurück, gehe zum Kühlschrank, Glas Cola light. Setzte mich in die Sonne. Warte. Warte, dass mein Bauch besser wird.

Das war um zwei Uhr?

Seither nichts mehr gegessen, bloß etwas Wasser und Cola light getrunken. Im Pool geschwommen, in der Sonne gelegen, ausgiebig geduscht, Wäsche gewaschen und gepackt.

War.Das.Knapp. Haarscharf an einem Rückfall vorbei, nach ganzen 160 bulimiefreien Tagen.

Meine ganze Hoffnung ruht nun in den nächsten Tagen.

Morgen werde ich bis abends wohl heimatlos sein. Heißt, es gibt morgens ein ausgiebiges Frühstück und mittags Obst vom Supermarkt schätze ich mal. Abends eventuell einfach Müsliriegel oder Müsli. Wird ein spätes Abendessen werden, nehme ich an. Vielleicht esse ich auch mit Freunden, mal sehen.

Den Tag darauf morgens laufen, Frühstück, Strand, Arbeit. Wenig essen, normale Portionen essen.

Auf in den Kampf!


Tag 160 Ich könnte eigentlich jeden Tag das gleiche schreiben.

Ich fühle mich dick!

Vorhin habe ich eine Waage entdeckt und mich drauf gestellt und sie zeigte 48,6 an. Aber das kann nicht sein, wirklich nicht. Ich bin ja nicht bescheuert.

Irgendwie kriege ich es nicht hin. Dabei wäre es so einfach. Einfach "normal" essen. Normale Portionen, von Essen, das mich nicht aufbläht, sondern zur Abwechslung mal angenehm satt macht.

Ab Morgen wird es hoffentlich wieder normaler werden. Ich schlafe bei einem Freund, werde vermutlich ein Sandwich mit Avocado und Tomate essen, dazu einen Sojacappuccino.
Mittags besorge ich mir vermutlich einfach Obst, abends ne normale Portion von normalem Essen. Vielleicht kann ich morgens einen kleinen Lauf einlegen.

Den Tag danach werde ich wahrscheinlich arbeiten. Morgens muss ich waschen, Obst frühstücken, vielleicht zum Strand oder joggen und dann zur Arbeit. In meiner Pause gibts Abendessen. Entweder ich bestelle Pommer oÄ oder einfach Müsli.

Die Tage darauf werden wohl ähnlich sein. Essen werde ich hauptsächlich auf der Arbeit. Soll ich das Vegan sein durchziehen? Vermutlich sollte ich das. Aber es wird schwer, weil ich bei meinem letzten Besuch noch nicht vegan war und diese endlosen Diskussionen einfach nur noch nerven. Aber es wäre definitiv besser, keine fettige Käsepizza zu essen, kein Fleisch. Sondern mein Müsli, vielleicht mal Pommer, Salate. Besonders viel könnte ich von meiner Arbeit nicht essen.

Ich möchte mich einfach bloß wieder besser fühlen. Ohne aufgeblähtem Bauch, ohne endlos viel Wassereinlagerung. Ohne zusätzliche Fettpolster.

Bloß zwei, drei gute Tage und ich wäre wieder im Rennen. Ich schätze, dass ich vielleicht so 51 Kilo wiege maximal? Die 48 von der anderen Waage können wirklich unmöglich wahr sein.

Heute habe ich bereits versemmelt. Leider habe ich sogar unvegan gegessen... Mein Körper wollte gerne den geräucherten Lachs und Thunfisch aus dem Kühlschrank. Hat er bekommen... ach man. Aber lecker war das. Vielleicht tut eine Extraportion Eiweiß ganz gut. Desweiteren gab es Trauben, eine Nektarine, eine Kiwi und eine Banane. Nüsse, getrocknete Feigen und Datteln. Kichererbsen Quinoa Salat, Humus. Grünen Tee. Und nun fühle ich mich, als würde ich platzen. Das Dumme ist bloß, ich könnte noch weiter essen, wäre noch Platz im Bauch.

Es folgt wahrscheinlich nochmal eine Portion Trauben, mehr von dem Salat, eingerollt in Algenpapier mit Humus. Vielleicht noch was von dem Fisch. Das sollte es dann heute gewesen sein. Scheiß essen.

Ich freue mich wirklich wirklich darauf, wieder alles selbst in die Hand nehmen zu können. Ich mein, theoretisch könnte ich das jetzt schon. Aber es ist soviel entspannter, wenn ich meine eigenen Einkäufe habe. Vor allem auch, weil ich dann nicht immer den Drang habe, die Situation ausnutzten zu wollen. Momentan denke ich, ich müsste dieses große Essensangebot ausnutzten. Bullshit! Zuhause spare ich sogar, kaufe keine Tonnen an Obst, sondern kombiniere es und esse "normales" Essen. Hier stopfe ich mich regelrecht voll, bereite keine richtigen Mahlzeiten zu.

Es ist bloß so furchtbar durcheinander...


Allein jetzt habe ich diesen Beitrag viel zu oft unterbrochen, um irgendetwas zu essen. Mein Bauch ist so voll. Es tut noch nicht weh und ich weiß, dass es noch sehr viel voller geht. Aber normal ist das auch nicht. Es nervt. Ich möchte wieder in Ruhe essen können...
Was ich da so vor Augen habe, sind geregelte Mahlzeiten. Ein ordentliches Frühstück, normale Obstportion, ein Brötchen, Rohkost und Aufstrich. Danach angenehm satt sein, dem Körper das geben, was er braucht. Langsam noch etwas abnehmen. Momentan hangle ich mich mehr oder weniger von Tag zu Tag. Ich bin angespannt, es ist ein Spiel mit dem Feuer und ich verbrenne mich immerzu. Denn ich gebe zu oft nach, bin nicht standhaft genug. Wo ist mein Wille geblieben? Ich muss echt zusehen, dass ich meine Motivation zurückgewinne.


Gott, war der gut! 





Sonntag, 9. März 2014

Tag 158 Dicke Arme. Dicker Bauch.

Boah eh, ich fühle mich so furchtbar und trotzdem fällt es mir schwer, mich zusammenzureißen mit dem Essen. Irgendwie esse ich zuviel und zu unkontrolliert. Oder? Ich fühle mich jedenfalls so.
Morgens esse ich meistens Obst und trinke einen Soja Kaffee. Jedoch wird's immer richtig viel Obst. Wassermelone, Trauben, manchmal ne Banane, Pfirsiche und Nektarinen. Danach fühle ich mich selten gut und das ist Mist. Jedoch fühle ich mich auch nach Brot nicht gut...

Was soll ich bloß machen?

Gestern und vorgestern war ich morgens sogar laufen. Trotzdem fühl ich mich absolut furchtbar.

Zwei, drei Tage habe ich noch hier. Heute Abend bin ich zum Essen eingeladen, wie ich es hasse. Allerdings, komischerweise, klappt es meist besser dann. Ich hoffe es zumindest.

Heute habe ich bisher Wassermelone, viele Trauben, Nektarine und Pfirsich mit Sojacappuccino gegessen. Außerdem eine Schale Kichererbsen Quinoa Salat. Das sollte es dann erstmal bis heute Abend gewesen sein. Ich hoffe, ich bleibe standhaft.
Morgen versuche ich, morgens wieder laufen zu gehen. Danach duschen, Obst und Kaffee. Ne kleine Stadttour, wenig Abendessen und Drinks. Wir gehen aus. Dienstag einfach versuchen, morgens nochmal laufen zu gehen, wenig zu essen und abends dann zum Flughafen. Sollte klargehen. Und dann gehts los, weniger essen, kontrollierter essen. Hoffe ich!

Wieviel ich wohl wiege? Ich habe solch eine Sehnsucht nach dem Dünnsein, das glaubt ihr garnicht. Wie gern ich wieder dünn wär... diese Unwissenheit macht mich krank...

gesundes Essen....

Paradies!
Meine Heimkehr rückt nun wirklich immer näher und ein Gemisch aus Vorfreude und Angst macht sich breit. Einerseits freue ich mich unglaublich, wieder in mein sicheres Zuhause zu kommen, wo ich leben kann, wie ich will und frei bin. Wo ich Aufgaben und einen Alltag habe. Einen Job, Uni und Freunde. Andererseits habe ich Angst, dass ich Bulimie zurück kommt. Dass ich wieder in meiner komischen Parallel Welt versinke, unzufrieden bin. Und ein wenig Sehnsüchtig werde ich auch, wenn ich daran denke, all das hier zurück zu lassen.

Alles wird gut.