Freitag, 22. Februar 2013

Tag15 51, 7 kg. Läuft!

Tatsächlich, es läuft ganz gut. Allerdings bin ich ein wenig krank und daher wenig aktiv.. Essen läuft und lief aber ganz gut.
Beim letzten Wiegen Sonntag früh habe ich übrigens wieder 51.7 gewogen. Ein Glück! Wieder in bekannten Gebieten. Ich kann mich also merklich entspannen und meine 1300 Kalorien pro Tag zu mir nehmen. Spätestens wenn ich wieder meine "Party Diät" ;) mache, purzeln die Pfunde. Erstmal steht gesund werden, Arbeit überleben und anständig schlafen können auf dem Programm, das klappte die letzten Male leider weniger gut.
Morgen steht eine Banane, ein Joghurt und Kaffee mit light Sojamilch auf dem Plan. Auf der Arbeit dann nochmals Kaffee oder Tee und vielleicht nen Keks snacken. Und abends koch ich mir etwas mit viel Gemüse Yum Yum
Ein paar Bilder habe ich auch für euch, wie angekündigt. Leider ist aber meine Kamera echt schlecht geworden, sie fokusiert nicht mehr richtig..
Frühstück am Sonntag
Frühstück am Sonntag: Heidelbeeren, PfirsichMaracuja Joghurt und Leinsamen
Mittagessen Mittwoch: Salat, Tomate in Öl angebratene Zwiebel, Zucchini und Pilze mit etwas Light Mozzarella
Mittagessen Mittwoch: Salat, Tomate in Öl angebratene Zwiebel, Zucchini und Pilze mit etwas Light Mozzarella
arm..
arm..
my Belly
my Belly
Was ich jetzt wiege, weiß ich leider nicht. Konnte schon wieder länger nicht aufs Klo und warte sehnsüchtigst..
Ansonsten steht die Tage viel Arbeit an. Viel Ablenkung und Bewegung. Und ich versuche, meine maximal 1350 Kalorien einzuhalten und eventuell etwas Gewicht zu verlieren..
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Samstag, 16. Februar 2013

Tag8 erfolgreich und traurig

Die Zeit vergeht und ich kämpfe und arbeite mich durch mein Leben. Heute morgen habe ich mir einen riesigen Obstsalat mit Joghurt und Leinsamen (434 kcal) gemacht und dazu eine Kanne grünen Tee getrunken. Dabei habe ich etwas geputzt, aufgeräumt, Trashfernsehen eingeschaltet, ein bisschen Gymnastik gemacht und an meiner Bewerbung gearbeitet. Nach dem Obstsakat, für den ich echt lange gebraucht habe, hatte ich etwas Heißhunger. Ich überlegte, mir ein paar Nüsse zu gönnen. Aber das wäre vermutlich in schlechtem Gewissen und keiner Befriedigung geendet.. also habe ich es gelassen und die Gedanken daran verdrängt, bis der Apetitt verflogen war. War richtig überrascht, als ich es bemerkte. Aber es war ein tolles Gefühl, dem nicht nachgegeben zu haben.
Später kam eine Freundin vorbei. Reden, Bewerbung durchgehen (hab so tolle Anregungen und Tipps bekommen, dass ich gerade eben eben solche in die Tat umsetzte und nun endgültig mit der Bewerbung fertig bin!!). Einen Milchkaffee mit doppeltem Espresso (52 kcal) trank ich. Dann ging ich zu meiner Mutter, stritt mich jedoch mit ihr und ging kurz zum Supermarkt und dann nach Hause. Der Streit zieht mich immer noch runter, wenn ich zurück denke.. trotzdem bin ich nicht eingebrochen und habe mir aus Brokkoli, Tofu, Tomate und Black Bean Sauce in Öl, Knoblauch und Ziebel ein leckeres Asiatisches Gericht gezaubert (764 kcal). Hab somit heute gesunde 1250 Kalorien zu mir genommen. Werde auch demnächst mal Fotos von meinem Essen machen. Finde gerade das bei allen immer so interessant.. warum mache ich es dann nicht auch selbst? Also, Essensfotos im nächsten Post.
Dann habe ich wie gesagt meine Bewerbung fertig gemacht und fühle mich nun sehr gut, was das betrifft.
Morgen werde ich erstmal lange im Bett gammeln. Dann duschen, schön machen und nach einer Banane und einem schwarzen Kaffee für 2 Stunden arbeiten gehen. Danach Haare waschen, ein wenig aufräumen und eventuell zu einer Freundin einen Kaffee trinken. Abends dann vortrinken und feiern gehen. Wird also morgen bloß eine Banane und abends Alkohol geben.
Samstag sieht es ähnlich aus. Muss auch noch meinen Koffer packen und mich um die Mitfahrgelegenheit kümmern. Nochmal anrufen und den Treffpunkt abstimmen. Auch Samstag werde ich bloß morgens eine Banane oder einen Apfel frühstcken und sonst Kaffee und Tee trinken und abends Alkohol trinken und feiern. Sonntag packe ich mir das restliche Obst ein und zusätzlich ein paar Nüsse, um satt zu werden. Abends gibt es dann noch ein kleines Abendessen und wohl recht zeitig zu Bett danach.
Ich bin echt stolz, wie wenig Platz die Bulimie gerade in meinem Leben hat. Selbst wenn es mir schlecht geht, überlege ich zwar kurz, wie ich mir helfen kann. Und weil da lange Zeit die Bulimie Abhilfe Nummer Eins war, denke ich auch an sie. Aber es steht einfach nicht zur Debatte. Denn sie macht mich bloß noch unglücklicher.. also belasse ich es bei dem einen Gedanken daran.
Viel mehr interessiert es mich, wie ich wieder dünner werde. Die 50 sind das erste Ziel und so weit ist es nicht bis dahin. Im Sommer hatte ich schon die 48, bevor es mit der Bulimie wieder ganz schlimm wurde. Wenn es so weitergeht wie momentan, sollte ich die 50 bald erreichen. Wieviel ich wiege, weiß ich leider nicht. Aber es werden wohl mindestens 52 und höchstens 54 sein. Machbar.
Außerdem setzte ich mich momentan viel, mehr als zuvor, mit meiner Essstörung auseinander. Höre Hörbücher dazu auf Youtube und sehe mir sämtliche Videos dazu an. Auch jene, die ich vor ein paar Jahren bereits gesehen habe. Es ist interessant, wenn man sich an die Gedanken erinnert, die man beim ersten Sehen damals hatte. Damals, als ich nur magersüchtig war und die Bulimie noch nicht da war. Als ich richtig dünn war.. dieses Gefühl des Körpers, diese Leichtigkeit, diese schöne Form in den Klamotten und die Kommentare und Blicke. Im Sommer hatte ich wieder eine kleine Kostprobe bekommen. Und ich möchte das zurück.
Leider muss ich auch sehen, dass es diesmal dauern wird. Ich treibe nicht mehr soviel Sport wie damals. Und ich hungere nicht. Es wird also dauern, bis ich wirklich Gewicht verloren habe. Aber ich habe Zeit. Sehr viel Zeit.
inliner
44 Kilo..
füße
46 Kilo..
Alles Liebe wünsche ich euch!

Donnerstag, 14. Februar 2013

Tag7 Tagebuch

Ich habe mein altes Tagebuch herausgekramt und etwas darin gestöbert. Wie ich viel abnahm und wie ich das erste Mal nach der großen Zunahme vorletztes Jahr eisern drei Wochen diszipliniert lebte. Und ich habe mich an dieses tolle Gefühl jeden Abend erinnert. Zu wissen, dass man einen erfolgreichen Tag hinter sich hatte, Verführungen standgehalten hat. Sie haben mich schlichtweg nicht mehr interessiert, weil sie eben nicht eingeplant waren. Dafür standen ganz viele andere Leckereien auf meinem Plan, die ich mir nun kontrolliert und bewusst gönnen konnte. Kartoffeln mit Butter zum Beispiel. Würde ich so nie nie nie kochen, aus Angst. Sobald du aber weißt, wieviele Kalorien da nun wirklich hinterstecken und dass es okay ist, genießt du es unheimlich.
Nudeln mit Bolognese kochte ich, Reis mit Ei und Soße.  An Gemüse aß ich viel Salat, Tomaten, Pilze, Bokkoli und Zucchini, weil das alles wenig Kalorien hat. Und dahin gehe ich nun wieder.
Gestern beim Stöbern habe ich viele interessante Seiten gefunden. Und so kam ich darauf, mal meinen Grundumsatz zu berechnen. Klar, der ist je nach Muskelanteil (der bei mir ja leider eher geringt sein muss..) und der Individualität eines jeden Stoffwechsels nicht pauschal bestimmbar. Aber ich kam dann in etwa auf dieses Ergebnis:
Bildschirmfoto 2013-02-12 um 06.35.14
aha!
Heißt, ich kann 1300 Kalorien zu mir nehmen bzw sollte 1270 Kalorien zu mir nehmen (auf den meisten Seiten stand allerdings 1300), damit alles erstmal funktioniert. Sport, Bewegung, Verdauung und Wärme des Körpers berechnen dann den Leistungsumsatz. Heißt, ich werde mich in den kommenden Wochen an die 1300 Grenze halten, um schlafen zu können hauptsächlich. Ps: Bauch- und Taillenumfang habe ich noch nie vermessen und hatte da gerade einen dicken Bauch. Keine ahnung!
Denn das Schlafproblem, das reitet mich immer ganz schön rein. Und sobald ich unter 1200 Kalorien aufnehme, habe ich mit dem Einschlafen, Durchschlafen echt Probleme. Ehe ich da dann nachts also aufstehe und esse und gar einen Fressanfall dann habe, esse ich lieber im Vornherein etwas mehr, schlafe dafür anständig und kann kontinuierlich weitermachen.
Außerdem bin ich ja nicht auf einem Marathon. Meine Figur ist ja nicht mehr katastrophal.. aber ich möchte dennoch wieder so dünn sein, wie ich es einst war. Es gibt mir halt, es macht mich zufrieden und ich finde mich so selbst viel schöner. Weniger, was man zusätzlich ertragen und aushalten muss im Leben.
Bisher habe ich schon eine Mango (180 kcal) gegessen und grünen Tee getrunken. Gleich mache ich mir ein leckeres Mittagessen aus Kartoffeln, Pilzen, Tomaten und Frühlingszwiebeln, welche ich mit einem Ei, Putenschinken und Öl n der Pfanne anbrate (ca 486 kcal). Als Snack gibt es eine Karotte (49 kcal) und abends nocheinmal Pfannengemüse mit Lachs und JoghurtSenfsoße (572 kcal), wodurch ich für heute auf 1287 Kalorien käme. Ach und wenn ich alles plane und zähle, habe ich auch keine Angst vor Fetten und Kohlenhydraten oder Süßigkeiten. Ich benutzte bei jeder Mahlzeit etwa einen Esslöffel Oliven- oder Rapsöl zb.
Morgen möchte ich bloß eine Banane mit Joghurt und Leinsamen frühstücken, arbeiten gehen, mittags einen Kaffee trinken und abends spät gibt es einen Salat oder Gemüse mit Fisch oder Fleisch. Yummi
Hier nochmal ein Bild von gestern:
oh man.. :(
oh man.. :(
Machts gut ihr Lieben!

Freitag, 8. Februar 2013

Rückfall

Weiter geht mein Weg, mein Weg raus aus der Bulimie. Zwei Wochen hatte ich es nun ohne geschafft. Es war nicht leicht und heute habe ich dann in einem schwachen Moment, bei alten Gedanken und alter Umgebung, nachgegeben. Mein Bauch war voll. Ich habe eigentlich nicht übermäßig viel gegessen. Aber das Gefühl war nicht schön. Ich haderte noch eine Weile und gab dann nach. Stopfte mich voll und erbrach.
Aber das wars dann für heute. Eben habe ich mir noch einen Salat mit Feta gemacht. Ohne Öl, das schaffe ich nicht mehr heute. Aber es folgt kein weiterer Niederschlag heute.
Ich merke bereits, dass meine Wangen das garnicht gefällt. Dass die Muskeln dort wieder so ziehen. Und ich bete bete bete, dass ich morgen nicht mit dicken Backen gestraft werde..
Jedoch, mein Weg, den setzte ich unbeirrt fort. Ich bin motiviert. Die Bulimie, ich verabscheue sie. Ich habe besseres zu tun und möchte mein Geld in Sachen investieren, die mir gut tun, Spaß machen und mich weiterbringen, anstatt mir zu schaden und im Klo zu landen. Mich zur Isolation zwingen und meinen Körper zerstören.
All das ist mir heute wieder scherzlich bewusst geworden.
Auf die nächsten zwei Wochen! Desweiteren möchte ich gerne wieder Kalorien zählen. Zumindest für eine Weile.. denn mir fehlt die Kontrolle. Und meine Fokussierung auf momentane Aufgaben sowie auf meine Gesundheit ließen mich eben jene zwei Kilo zunehmen.
Morgen heißt es erstmal Karneval. Mit reichlich Getränken und nichts festem. Freitag ebenso, vielleicht einer Banane morgens. Samstag, Sonntag dann viel Obst/Gemüse und um die 1200 Kalorien. Montag nochmal feiern. Und ab Dienstag dann wirklich geregelt essen und auf Kalorien achten. Feste Pläne gibt es keine. Aber ich möchte um die 1000 bis 1400 Kalorien pro Tag zu mir nehmen. Nicht hungern, schlafen können und mir gutes tun. Produktiv bei meiner Bewerbung sein und meinen Pflichten nachkommen.
Keine Regeln, keine Verbote außer einer: Keine Bulimie!

Dienstag, 5. Februar 2013

Tag25 51.9 kg und Übelkeit

Die letzten Tage liefen essenstechnisch wieder mehr als gut und ich durfte somit heute morgen wieder die 51 auf der Waage sehen. Vor ein paar Tagen waren es noch ganze 54 Kilo, die ich auf der Waage erblicken durfte! Lahme Verdauung plus Wassereinlagerungen führen zu Frust.
Heute habe ich zwei Stücke Cheesecake, einen Apfel, einen Sojamilchkaffee und zu abend Gemüse mit Quiche gegessen. Damit sollte ich nicht über 1300 sein, denn bis zum Abend war ich bei 545 Kalorien.
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etwas Knoblauch und Zwiebel ohne Öl anrösten
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links: Ziegenkäse, kleine Schinkenwürfel, Zwiebel, Zucchini und Ei
rechts: Tomate, Feta, Karotte, Zucchini und Ei
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TK Kaisergemüse, Pillze und Blattspinat
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habe allerdings nicht den Teig der Quiche gegessen wegen dem Gluten, auf das ich momentan verzichten muss..
Und nun ist mir richtig übel. Ich glaube, es war heute einfach zu viel Fett. Erst durch den Cheesecake (insgesamt 111 Gramm Cheesecake ohne Teigboden) und dann den vielen Käse in der Quiche. Mir ist richtig übel und ich freue mich sehr darauf, dass das morgen hoffentlich wieder weg ist und ich wieder fettärmer essen werde.. nichtmal auf Cola hab ich Lust!
Außerdem möchte ich morgen mal endlich Arzttermine ausmachen. 25 tage rückfallfrei, da darf nun doch mal ein Zahnarzt in meinen Mund sehen! Vor allem, weil ich manchmal ein Ziehen in der linken Seite spüre und hoffe, dass da kein Karies ist.. meine Zähne waren früher so gut und gesund. Scheiß übergeben.. und ich muss zum Hausarzt wegen meinem Bauch. Habe seit nun zwei Jahren Veraduungsprobleme. Und damit meine ich keine Verstopfung, sondern eher etwas in Richtung Lebensmittelunverträglichkeit. Der Verzicht auf Gluten scheint zu helfen. Jedoch möchte ich Bestätigung haben, bevor ich hier immer teures glutenfreies Zeug kaufe und nie etwas von meiner Arbeit essen kann. Das Gute an dem Verzicht auf Gluten ist allerdings, dass du immer eine Ausrede hast. Kein Snack auf die Hand, keine Pizza, keine Nudeln, kein unnötiges Weißbrot oder Kuchen. Man lässt eigentlich genau das Unnötigste in der Ernährung weg. Allerdings bewege ich mich momentan bewusst ein wenig von diesem "Alles muss so gesund wie möglich sein" weg. Sprich, ich gönne mir bewusst auch mal Kuchen, gesättigte Fette usw und würde auch mal gerne wieder eine Pizza essen oder ein Brötchen morgens.
Morgen früh möchte ich Mango (max 180 Kalorien bei 300 gr) essen und später nochmal etwas Cheesecake (etwa 370 bei 100 gr)  oder Maccarons, Sojamilch (57 kalorien bei 150 ml) sodass ich auf maximal 600 Kalorien komme. Abends weiß ich noch nicht, aber mit meiner momentanen Übelkeit tendiert mein Appetit sehr zu einem leichten Salat.. boah ist mir schlecht..
Außerdem wird es eine harte Woche bei mir. Eventuell werde ich schon Dienstag mit dem Halbfasten beginnen und dann komplett die ganze Woche durch bis einschließlich Samstag jeweils bloß morgens essen und abends etwas trinken gehen. Obwohl Dienstag und Mittwoch noch nicht sicher sind.. aber für mein Gewicht wär es wohl der Hammer. Keine Monodiäten, minimal Essen, flüssige Kalorien und das fünf Tage lang. Wieviel allein das Wochenende schon bewirkt hat!
Ich werde nun noch ein bisschen bei euch lesen, ein wenig Serie gucken und dann schlafen. Und Tee trinken, übel übel übel

Montag, 4. Februar 2013

Tag11 -- Where is the Love

Wenn man mal bedenkt, was in meinem Leben gerade alles verkehrt läuft, ist meine Laune das reinste Wunder. Mit Staunen betrachte ich die Traumgebilde, welche nach und nach in sich einbrechen und frage mich, wann die dazu passenden Gefühle nachziehen. Ich fühle nichts. Ich bin weder traurig noch glücklich. Ich funktioniere. Aber ich benutzte auch die Bulimie trotzdem nicht. Heute ist der elfte Tag. Davor waren es acht Tage, davor auch etwas um den Dreh. Die Pausen werden länger und jedesmal kommt mir das Thema weiter entfernt vor.
Ich esse normal. Mal mehr, mal weniger. Sogar manchmal Schokolade. Ich überfresse mich nicht. Aber ich esse zuviel, um abnehmen zu können. Um die 51 bis 52 sind es nun. Mit viel Wasser hatte ich zu kämpfen. Mit viel nicht funktionierender Verdauung. Aber ich habe die schweren Tage bisher alle gemeistert, habe meine persönlichen Ziele fast alle erreicht und sämtliche Todos abgearbeitet. Ich funktioniere. Irgendwie.
Nun, was genau läuft denn bei mir so verkehrt? Ich bin ein Mensch voller Zwispälte. Ich vereine viele Gegensätze in mir und in meinem Verhalten. Bin still wie aufbrausend, risikobereit wie übervorsichtig. Ich bin oft und gerne nachts lange unterwegs und vernachlässige meine Freunde, um lieber Zeit mit mir interessanteren Menschen zu verbringen. Die mir aber im Endeffekt nichts geben. Lerne ich einen Mann kennen, so bin ich von vornherein skeptisch. Gehe auf Abstand, wäge ab und ertappe mich oft in oberflächlichem Wirr Warr. Bis ich feststelle, dass ich denjenigen doch vermisse und seine Nähe erneut suche.. aber meist habe ich meine Gelegenheit dann bereits verpasst, denjenigen verletzt oder anderweitig verschreckt.
Dieses Setzten auf die falschen Pferde bringt hohe Verluste und krasse Situationen, die man kaum ertragen kann. Man wird belogen, vergessen und benutzt. Respekt und Ehrlichkeit, diese Menschen kennen beides nicht. Ich bin dort mit meinen Eigenschaften komplett verkehrt und schaffe dennoch nicht den Absprung..
Wie soll es weitergehen? Ich funktioniere und hoffe, dass die Wahrheit nicht doch noch ihre depressiven Gefühle fordert. Ich arbeite, bewerbe mich für meine Studienplätze, treffe mich mit Freunden, obwohl ich eigentlich von anderem träume. Versuche mir gutes zu tun, nicht mehr bulimisch zu sein und trotzdem abzunehmen.. ich suche nach dem Menschen, dem ich immer nahe sein will und zu dem ich gehöre.. es kann einfach noch nicht alles gewesen sein. Und in dieser Hoffnung und in der Erinnerung an das schöne, zufriedene Glücksgefühl gehe ich momentan durch meine Tage. Genug zu tun habe ich allemal. Meine Tage sind so gut wie immer gefüllt. Aber sie erfordern Motivation und Eigeninitiative und daran mangelt es mir gerne in dieser Gefühlslage.
Ich mache weiter.
Abnehmen, gesund ernähren, sich gutes tun, Ziele weiterhin verfolgen, Normalität leben und hoffen, dass mein altes Ich bald wieder aus seinem Versteck hervorgekrochen kommt.
Weiter gehts!
PS: FOTOS Wie kann ich Bilder in einen Post einfügen?

Sonntag, 3. Februar 2013

Tag4 Weiter gehts!

Und wieder der vierte erfolgreiche Tag hinter mir. Keine Bulimie, nichtmal den Hauch davon. Klar bin ich stolz, stolz wie Oskar. Meine größten derzeitigen Aufgaben studiumstechnisch neigen sich der Vollendung und auch das erfüllt mich mit Stolz und Freude. Ich weiß zwar noch nicht, ob es reichen wird, das kann ich garnicht einordnen. Aber mir persönlich hat die Arbeit daran (und ich habe mich wirklich intensiv damit auseinandergesetzt) sehr viel gebracht. Vor allem hat es mich meiner künstlerischen Ausdruckskraft wieder ein Stück weit näher gebracht und das ist eins der wertvollsten Dinge in meinem Leben.
Mit dem Essen hat es auch geklappt soweit. Viel Obst, viel Gemüse und keine Süßigkeiten und unnötige Snacks. Und das, obwohl ich großteils zuhause war und jederzeit hätte schwach werden können. Woher kommt diese Stärke, dieser Wille und diese Leichtigkeit dabei? Sie darf ruhig bleiben. Denn dann wären meine fünfzig Kilo ganz schnell wieder da und ich könnte die Reise in die Vierzig weiter fortführen. Vierzig. Sechsundvierzig, um genau zu sein. Wie damals.
In den letzten Tagen habe ich mich außerdem viel mit dem Thema Essstörung auseinandergesetzt. Videos angesehen, in Foren gestöbert und Fakten recherchiert und ein wenig in meine Welt eingetaucht. Aber nein, so essgestört bin ich nicht mehr. Es füllt mich nicht mehr komplett aus. Da gibt es mittlerweile andere Dinge, die das ebenso gut können. Aber die Essstörung, der Wunsch, dünner zu werden, der wird für ewig sehr sehr wichtig bleiben für mich. Ohne geht es einfach nicht. Jetzt zumindest noch nicht.. ich brauche es, um mich besonders zu fühlen. Ich brauche es einfach..
Die Tage habe ich übrigens so um die 1100 bis 1200 Kalorien gegessen. Gestern konnte ich schlecht schlafen, ansonsten ging es. Und ich fühle mich schon viel viel besser. Gewogen habe ich mich nicht. Aber wahrscheinlich werde ich das übermorgen tun.
Denn morgen, da werde ich kaum etwas essen und die meisten Kalorien flüssig zu mir nehmen. Denn morgen wird ein letztes Mal Karneval gefeiert. Ich werde (wenn überhaupt) morgens eine Banane essen und / oder einen Kaffee mit Milch trinken. Und gegen zwei, drei werden wir bereits mit dem trinken beginnen denke ich. Und dann bis abends durch. Ich versuche, möglichst lange unterwegs zu sein und spät ins Bett zu kommen. Denn das letzte Mal am Donnerstag hatte ich doch arge Schlafprobleme wegen dem Hunger.
Aber am nächsten Morgen werde ich mich dann wiegen. Drückt mir die Daumen!